Digitale Piraterie: Fluch der Filmindustrie oder Hilfe zur Selbsthilfe?
May 29, 2012 in Consumer behavior, Digitalisation, Distribution
Ob und wie die digitale Piraterie der Filmindustrie nun schadet, ist bis heute ein umstrittenes Thema. Da gibt es die eingeschworenen Gegner der Piraten, die Schaden in Millionenhöhe beklagen, dann wieder andere, die keinerlei Effekt nachweisen können.
Getreu nach dem Motto: „Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast“, soll es hier darum auch nicht um das Für und Wider der Filmpiraterie gehen, sondern um das „Wie“. Wie wirkt man der Piraterie subtil entgegen? Oder anders gesagt: Wie kann man intelligente Ideen entwickeln, um den Holzhammer zu umgehen?
Der Service
Behaupten wir einfach einmal, dass nicht jeder Filmpirat aus ungehemmter krimineller Energie raubkopiert. Dadurch wird unweigerlich klar, dass vielleicht nicht nur die Menschen das Problem sind, sondern auch der Service. Oder genauer: Der mangelnde Service. Fakt ist: Heutzutage wollen Menschen Filme im Internet anschauen oder sie zumindest darüber beziehen. Das Internet ist keine Neuheit mehr, und Bandbreiten in Deutschland können mit den gegebenen Datenmengen in DVD-Qualität umgehen. Nun stellt sich die Frage – welche Möglichkeiten werden mir, als Nutzer, geboten? Schauen wir uns einen Blockbuster der letzten Jahre an, Christopher Nolans “Inception”. Diesen finde ich auf iTunes zum Preis von 9,99 Euro. Denselben Film bekomme ich auf Amazon.de auf DVD für 5 Euro und in Bluray-Qualität für 10 Euro. So bekomme ich also einen digitalen Film ohne physisches Medium, ohne Lagerkosten, ohne Hülle für die Sammlung zum selben Preis, bzw. sogar teurer, wenn ich ihn digital erwerbe, in DVD-Qualität, versteht sich. Schauen wir uns ein aktuelleres Beispiel an:
Die Serie “Game of Thrones”. Die deutsche Erstausstrahlung fand im November statt, iTunes benötigte fast 3 Monate, bevor man die Serie legal erwerben konnte. Die generelle Ablehnung iTunes einiger Nutzer im Zusammenhang mit Apple wird hier außen vor gelassen. Wenn man sich also mit DRM (Digital Rights Management), von Land zu Land variierenden und willkürlich wirkenden Preisen herumschlagen muss, sowie teilweise Monate auf die legale Version warten muss, während täglich die einfache Torrentversion gratis lockt, dann sind hohe Raupkopien plötzlich ein gutes Stück nachvollziehbarer, denn: Menschen gehen immer den Weg des geringsten Widerstands. Doch nur ein Bruchteil tut dies aus reiner Boshaftigkeit. Hier ist es die Aufgabe des Marktes, sich zeitnah an die Wünsche des Nutzers anzupassen. Ein Artikel auf Spiegel Online betitelt es sehr treffend: “Wer nicht verkauft, der wird beklaut”!
Die Filmindustrie ist zu langsam
Die digitale Distribution muss ausgebaut werden. Wie bereits beschrieben, wollen Menschen Filme digital sehen und sind dazu auch in der Lage. Aber welche Alternativen gibt es für mich als ehrlicher Filmfreund? Ein Blick in die Musikbranche kann hier helfen. Dienste wie Simfy oder Spotify bieten mir die Möglichkeit Musik in verschiedenen Varianten zu genießen. Werbebepackt und beschränkt für umsonst, oder in mehreren Preisabstufungen bis hin zu unlimitierten Offlineplaylists auf dem Smartphone. Wieso ist ein solcher Dienst in der Filmbranche nicht möglich? Wäre es keine Option, eine werbebasierte Filmplattform mit optionalen Premiumdiensten anzubieten? Fünf Filme im Monat gegen Werbung, Bezahlung eröffnet weitere Möglichkeiten. Das Internet ist ein völlig neuartig funktionierendes Medium, ohne alles überblickende Administratoren, frei und rasant in der Entwicklung. Wenn sich die Industrie hier nicht anpasst und schneller arbeitet, dann wird die Piraterie weiter ungehemmt Blüten treiben.
Bitte verstehen sie diese Zeilen nicht falsch. Piraterie wird hier weder verteidigt noch simpel erklärt – aber ihre reine Existenz zeigt, dass es ein Problem gibt. Menschen wollen einen Service nutzen, der dem Rezipienten bisher nicht befriedigend zur Verfügung gestellt wird. Und wie bereits gesagt – nicht jeder Pirat ist Pirat, weil ihn ihm ungehemmte kriminelle Energien walten. Viele Menschen sehen für sich einfach nur die Alternative zwischen “Sehen” und “Nicht sehen”. Diesen Menschen, die Piraterie nur als Mittel zum Zweck nutzen, muss man entgegen kommen. Subtil in den Markt eindringen ist hier der Weg, und nicht die nächste semiseriöse Abmahnwelle. Wenn ich heute auf Netflix surfe, dann werde ich mit einer simplen Entschuldigung vertröstet: Sorry, Netflix is not available in your country… yet
Dieser Artikel wurde von einem Autorenteam verfasst:
Lucas Aresin, Tobias Bomm, Michael Bühler, Steffen Hildinger, Vanessa Lehwohl, Christine Rehm, Philipp Stöhr
Ein sehr interessanter und treffender Artikel
Das Geschäftsmodell liegt doch eigentlich klar auf der Hand. Filme und Serien als Abo für die Bereitschaft Werbung zu konsumieren oder das Abo zu bezahlen. Für Qualität und aktuelle Filme/Serien zahlt der Kunde doch gerne einen angemessenen Betrag – der Markt ist also auch gegeben. Was gibt es besseres als ein Geschäftsmodell und einen konsumfreudigen Markt? Eigentlich müsste diese Art von Anbietern nur so aus dem Boden sprießen – tun sie aber nicht.
Ich glaube Unternehmen und Interessenvertreter der Filmindustrie blockieren sich bisher gegenseitig durch Lizenzen, Auflagen und Vereinbarungen. Nur so kann ich mir die Trägheit der Filmindustrie vorstellen.
Finde ebenfalls, dass es sich hier um einen sehr treffenden Artikel handelt.
Die Unternehmen in der Medienbranche, welche ihre Einnahmen direkt aus dem B2C Markt generieren, sollten endlich aufhören mit Hilfe des Gesetzgebers einen sich ändernden Markt an die Kette legen zu wollen und anfangen eigene angepasste Konzepte zu entwickeln. Andere Branchen sind schließlich auch den Mechanismen des Marktes unterlegen, ohne bspw. auf Einfuhrbeschränkungen hoffen zu können.
Natürlich ist ein vollständiger Vergleich mit anderen Branchen nicht möglich, jedoch sind die grundsätzlichen Rahmenbedingungen in der FREIEN Marktwirtschaft gleich – Wer sich nicht anpasst stirbt aus (Was mich starg an Darwin erinnert).
Ein möglicher Ansatz wäre sich dem Trend der Flatrates anzuschließen. Flatrates haben sich in nahezu allen Bereich durchgesetzt und behauptet. Mir ist bewusst, dass diese Idee nicht neu ist und auch bereits öffentlich in Form einer Kulturflatrate diskutiert wird, auch wenn diese Ansatz aus heutiger Sicht wenig Chancen auf Erfolg hat. Gründe hierfür sind wohl die trägen Strukturen und veralteten Paradigmen dieser Branche (siehe Beitrag ds113). Trotzdem bieten viele illegale Netzwerke ( á la Usenext & Co.) genau dieses Konzept und haben Erfolg.
Der Begriff “Wegwerfgesellschaft” bezieht ich heutzutage nun mal nicht nur auf materielle Güter. Ich gehe mal von mir aus und behaupte, dass ich Filme, die ich nicht kenne, sehr sehr selten bis gar nicht kaufe. Daher kann die Filmindustrie davon ausgehen, dass wenn sich jemand eine DVD kauft, dass dieser “gute” Käufer schon einmal den Film gesehen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht dafür bezahlt hat. Dieser Ansatz wird vereinzelt auch von Gerichten vetreten, die der “Piraterie” eine Förderung der Industrie zuschreiben (siehe http://www.delamar.de/musikbusiness/kurbeln-raubkopien-das-musikbusiness-an-12174/).
Wenn nun die Filmindustrie in unserem Bsp. für angemessenes Entgelt gleichwertige Downloadportale mit Flatratekonzept zu Verfügung stellt, würde sie den illegalen Portalen den Wind aus den Segeln nehmen. Denn nur sie kann die höchste Qualität bieten.
usenext ist keineswegs illegal..
das zu nutzen ist völlig legal. im “usenet” gibt es viele legale freie downloads.
natürlich ist es illegal dort filme oder musik runterzuladen bzw. zur verfügung zu stellen. aber an sich ist das usenext legal
Es schein wohl eine große Marktlücke zu herrschen. Klar wenn man die Serie nicht legal bekommt, dann muss man andere Wege suchen um sich diese zu beschaffen, oder soll ich etwa nur darauf verzichten weil ich diese legal nicht angeboten bekomme, das kann wohl nicht Sinn und Zweck eines intakten Marktes sein!
Aber ist es nicht eigentlich die Aufgabe des Marktes uns das bereit zu stellen was wir wollen?
So begeht plötzlich jemand illegale Handlungen obwohl er nur, eine vielleicht englische Serie schauen möchte, die er auf dem deutschen Markt nicht geboten bekommt.
Ist hier nicht der Markt daran Schuld, denn er ist doch dazu aufgerufen Angebote zu schaffen und Nutzer zu frieden zustellen.
Ich kann dem Artikel auf Spiegel Online nur zustimmen, der beinhaltet: “Wer nicht verkauft, der wird beklaut”!
Wenn die Filmindustrie nicht lernt schneller digitalen Content bereit zustellen, wird die Piraterie wohl weiter gehen.
Die Menschen die sich Content illegal beschaffen, haben einen guten Grund, denn ihnen wird nicht das geboten was sie wollen und meiner Meinung nach ist es das Recht von jedem, dass zu sehen was ihm beliebt.
Und wenn dies nicht auf legalem Wege möglich ist, hat doch der Markt versagt!
Dabei muss klar differenziert werden, geht es wirklich um Piraterie oder um Urheberrechtsverletzung?
Ich stimme die Meinung von Meike zu.Es ist klar, dass niemand ein Film bezahlen möchte besonders zu hohen Preis wenn einige es kostenlos anbieten, deswegen denke ich dass, die Preise von digitale produkte noch relativ niedriger werden sollen.
Ich bin der Meinung, dass hier weniger an Flatrates angesetzt werden sollte.
Was meines Erachtens nach für den Konsumenten von größerer Bedeutung ist, sind schnelle, kostengünstige Veröffentlichungen bzw. Ausstrahlungen der Filme, nicht die Menge an Filmen die er konsumieren will.
Bis ein Kinofilm nämlich letztendlich legal digital oder auf DVD zu erhalten ist, kann schon eine ganze Ewigkeit verstreichen.
Da geht der “gute” Mensch eben ins Kino, zahlt einen hohen Eintrittspreis, isst verklebtes Popcorn uns muss im schlimmsten Fall auf seine entspannte Haltung verzichten, da er hinter einem Riesen sitzt.
Der “Böse” hat zwar keine Absicht böse zu sein, wird aber von der Filmindustrie als dieser abgestempelt und lädt sich also illegal einen Film runter und verzichtet auf das “Kinoszenario”.
Zusätzliche hat der “Böse” auch noch die Freiheit, den Film je nach Lust und Laune anzuschauen und spart dabei auch noch jede Menge Geld.
Um es kurz und knapp zu sagen : Wenn man eine halbe Ewigkeit auf den teuren, legalen Film wartet, ist es wahrscheinlicher, dass man eine Torrent Version vorzieht, welche einen schlussendlich nichts kostet ( außer vielleicht ein schlechtes Gewissen ) und bereits schon nach extrem kurzer Zeit zu erhalten ist.
Das Geschäftsmodell – Filme legal, umsonst, beschränkt sehen & dafür aber Werbung in Kauf nehmen – hat sich ja, wie im Text bereits erwähnt, auf der „Musikschiene“ ( im Bezug aus spotify )schon als ziemlich erfolgreich bewährt. Toll, man kann plötzlich all die Musik hören, die vorher auf Youtube “in meinem Land nicht verfügbar” war.
Hier könnte die Filmindustrie den Piraten und den ganzen “bösen” Menschen vielleicht ” subtil entgegnen“ und den “Holzhammer umgehen”.
Wie aber ds113 schon bereits erwähnt hat, denke ich, dass sich die Filmindustrie in diesen dringend nötigen Umgestaltungen selbst blockiert.
Wenn sie aber weiterhin auf dem sich ständig ändernden Markt bestehen will, muss sie dringend neue Konzepte entwickeln, was dann auch den “bösen” Menschen erlaubt einmal ein bisschen “lieb” zu sein ( was sie garantiert bei entsprechender Leistung ganz schnell sind ).
Prinzipiell halte ich die Idee eines “Flatrate-Angebots” für Filme sehr interessant und wäre auch selbst ein potenzieller Kunde eines solchen Dienstes. Warum sich bis zum heutigen Zeitpunkt solcher Dienst nicht etabliert hat, ist mit sehr schleierhaft. Amazon hat mit http://www.lovefilm.de bereits einen solchen Vorstoß getätigt. Ein wirklicher Erfolg ist jedoch nicht zu verweisen. Und ein Schlag gegen die Film-Piraterie erst recht nicht. Wie bereits angesprochen ist das Internet selbst nach 20 Jahren noch ein Medium, welches in den Kinderschuhen steckt. Und viele Nutzer sind sich auch der Rechtslage nciht wirklich bewusst, beziehungsweise fühlen sich nicht als “Täter” wenein n sie sich einen Film meist in guter Qualität und dazu auch noch aktuell auf kinox.to anschauen. Wenn man Leute nach Ihren Schuldbewusstsein fragt, dann fallen oft die Wörter “Kavaliersdelikt” oder die Rechtfertigung “Das macht doch jeder”
Im Grunde genommen ist kinox.to ein Dienst der die “Kunden” zufriedenstellt, es ist an der Zeit dies in ein profitables und vor allem legales Geschäftsmodell umzusetzen.
Hierfür müssen jedoch die großen Filmstudios zu einem gemeinsamen Konsens kommen. Das ist schwierig, weil sich in dieser kränkelnden Industrie keiner die Butter vom Brot nehmen lassen will.
Ob man härter gegen Nutzer dieser Portale vorgehen sollte um so ein “digitales rechtsbewusstsein” zu schaffen, will ich selbst nicht beurteilen. Ich halte es jedoch für wichtig, dass die Filmbranche sich den gegenwärtigen Problemen stellt anstatt sich auf altbewahrtem auszuruhen. Stillstand ist Rückschritt.
Aus meiner rein subjektiven Meinung heraus, kommt jedoch kein Streaming-Dienst an den Zauber eines Kinobesuchs heran. Vielleicht werde ich ja heute Abends ins kino gehen. Aber davor schau ich noch schnell ob auf kinox.to der Film schon zur Verfügung steht.
In diesem Sinne allen Cineasten viel Spaß in der Zukunft.
Prinzipiell halte ich die Idee eines “Flatrate-Angebots” für Filme sehr interessant und wäre auch selbst ein potenzieller Kunde eines solchen Dienstes. Warum sich bis zum heutigen Zeitpunkt solcher Dienst nicht etabliert hat, ist mit sehr schleierhaft. Amazon hat mit http://www.lovefilm.de bereits einen solchen Vorstoß getätigt. Ein wirklicher Erfolg ist jedoch nicht zu verweisen. Und ein Schlag gegen die Film-Piraterie erst recht nicht. Wie bereits angesprochen ist das Internet selbst nach 20 Jahren noch ein Medium, welches meiner Meinung nach noch in den Kinderschuhen steckt. Und viele Nutzer sind sich auch der Rechtslage nicht wirklich bewusst, beziehungsweise fühlen sich nicht als “Täter” wenn sie sich einen Film meist in guter Qualität und dazu auch noch aktuell auf kinox.to anschauen. Wenn man Leute nach Ihren Schuldbewusstsein fragt, dann fallen oft die Wörter “Kavaliersdelikt” oder die Rechtfertigung “Das macht doch jeder”
Im Grunde genommen ist kinox.to ein Dienst der die “Kunden” zufriedenstellt, es ist an der Zeit dies in ein profitables und vor allem legales Geschäftsmodell umzusetzen.
Hierfür müssen jedoch die großen Filmstudios zu einem gemeinsamen Konsens kommen. Das ist schwierig, weil sich in dieser kränkelnden Industrie keiner die Butter vom Brot nehmen lassen will.
Ob man härter gegen Nutzer dieser Portale vorgehen sollte um so ein “digitales rechtsbewusstsein” zu schaffen, will ich selbst nicht beurteilen. Ich halte es jedoch für wichtig, dass die Filmbranche sich den gegenwärtigen Problemen stellt anstatt sich auf altbewahrtem auszuruhen. Stillstand ist Rückschritt.
Aus meiner rein subjektiven Meinung heraus, kommt jedoch kein Streaming-Dienst an den Zauber eines Kinobesuchs heran. Das ist der USP der Filmindustrie. Vielleicht werde ich ja heute Abends ins kino gehen. Aber davor schau ich noch schnell ob auf kinox.to der Film schon zur Verfügung steht.
In diesem Sinne allen Cineasten viel Spaß in der Zukunft.
Hi,
nicht einfach dazu noch was passendes zu schreiben – eigtl. wurde meiner Meinung nach schon alles Wichtige in Betracht gezogen.
Piraterie ist ganz klar nicht der richtige Ansatz, aber wenn Rezipienten in keinster Weise ausreichend bedient werden – was soll sonst getan werden?
Menschen gehen nun mal den Weg des geringsten Widerstands – und ganz ehrlich wozu noch DVDs und Hüllen (…) verstauben doch nur und nehmen Platz weg.
Sollte es eine Art Film-Flat für einen bezahlbaren Preis mit aktuellen Filmen und HD-Qualität geben wäre ich der erste der dieses Angebot wahrnehmen würde. Was nicht heißt, dass ich momentan Film oder Musik auf illegalem Weg beziehe!
Angemessener Preis für digitale Produkte + Rezipienten bedienen => Mehr zahlungskräftige Nutzer => Lösung des Problems.
Denkbar wäre ein Freemium-Geschäftsmodell aller Skype oder XING. (Basiscontet (Filme in mäßiger Qualität) for free und Premiumcontet (HD-Qualität) gegen Bezahlung.
Dass der Filmindustrie durch digitale Piraterie Gewinnsummen ausbleiben, ist denke ich unabstreitbar. Auch wer die Schuld dafür trägt, halte ich für eindeutig.
Die Filmindustrie selbst ist offensichtlich nicht in der Lage, ihre Produkte bzw. die Vermarktung ihrer Produkte an den Markt anzupassen, besser gesagt sich daran anzupassen, was der Konsument verlangt und versucht stattdessen, mit teilweise absurden Methoden, gegen das illegale Anschauen von Filmen vorzugehen.
Wie schon einige Kommentare vor mir schon sehr treffend beschrieben wurde, ist es nicht die Neigung zur Kriminalität, die für viele Menschen der Grund für digitale Piraterie darstellt, sondern schlicht und einfach der Wunsch nach mehr, neuen und bequemeren Möglichkeiten, um an die gewünschten Produkte zu gelangen.
Ein sehr gutes Beispiel dafür ist, Filme und insbesondere Serien, im Originalton zu sehen. Ich schaue selbst – ebenso wie sehr viele Personen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis – sehr gern diverse Fernsehserien im englischen originalton. Das ist hier zu Lande jedoch gar nicht so einfach. Kauft man die komplette Staffel auf DVD, ist auch die Originaltonspur verfügbar. Doch was, wenn ich nicht so lange warten will?
Dann hat man nicht allzu viele Mögkichkeiten. Der amerikanische Fernsehsender CBS bietet die Möglichkeit, die letzte Folge ihrer Serien online anzuschauen. Der Haken daran ist, dass man eine IP Adresse aus den USA benötigt… Hier fehlen also schlicht und einfach die Möglichkeiten, bequem und legal neuste Folgen von Serien anzuschauen.
Ein gut funktionierendes Beispiel ist dagegen, finde ich, die Cartoon Serie “South Park”. Für diese wurde eine deutschsprachige Seite eingerichtet, auf der man alle Folgen im deutschen sowie im englischen Ton legal anschauen kann. Pro Folge wird 2-3 mal für einen kurzen Werbespot unterbrochen, den man nicht überspringen kann.
Dieses Modell halte ich für sehr sinnvoll und effektiv. Andere Anbieter von Filmen und Serien sollten sich, wie auch schon in den meisten anderen Kommentaren angesprochen wurde, über ähnliche Modelle Gedanken machen und schnellstmöglich zu Lösungen kommen, denn mit ständig neuen Gesetzten und Verboten wird die Piraterie nicht bekämpft werden können.
Digitale Piraterie ist eindeutig Hilfe zur Selbsthilfe!
Nur weil die Filmindustrie sowie andere Unterhaltungsindustrien die Bedürfnise Ihrer “zuschauer” nicht befriedigen kann, weil sie einfach die technischen Möglichkeiten verschlafen haben, sind die digitale Piraten nicht schuld. Und ausserdem, solange Schauspieler Gagen in hohen Millionensummen bekommen, kann es der Industrie nicht so schlecht gehen.
Sicherlich ist es Urheberrechtlich ein “Verbrechen” Filme oder Musik illegal zu schauen, jedoch ist nicht jedes illegale Verhalten falsch!
Ich denke viele Menschen wären bereit, eine bestimme Summe Geld für TV-Unterhaltung zu zahlen, wenn es nur genügend Angebote geben würde.
Nur weil es kein entsprechendes Angebot gibt, ist es noch lange nicht “legal” illegales zu tun, und es ist auch nicht “Schuld der anderen”.
Es gibt doch schon solche Angebote. Die müssen halt verfeinert werden.
Das Problem in diesem Bereich fängt ja schon bei Youtube an, hier ist die Gema in Deutschland auch in keiner Hinsicht nachgiebig, da Sie bis jetzt alle Angebote von Youtube ausgeschlagen hat. Das Problem ist hier das Gema Monopol.
Die Gema verdient an den Umsätzen der Musiker. Deshalb geht es der Gema wohl momentan noch drum, dick die Taschen voll zumachen mit dem alten Medien, da die “neuen” Medien ja so unberechenbar sind.
Zum Thema Filme im Internet beleibt soviel zu sagen, dass der Mensch wohl meistens den Weg des geringsten wiederstandes geht und der ist momentan noch der Illegal weg, auch wenn er einen bitteren Geschmack hat.
Es ist einfach so, das der Illegale Download/Stream mittlerweile so einfach ist das die Legalen Angebote sofern vorhanden in der Einfachheit nicht mithalten können.
Eine Flatrate scheint wünschenswert, jedoch hängt es da wohl an der Umsetzung.
Dass das ein gutes Geschäftsmodell ist, kann ich nur zustimmen! Und das ist meiner Meinung nach auch das was der Markt braucht um der Piraterie entgegenzuwirken bzw um es besser auszudrücken: “der Piraterie eine potentielle Alternative setzen”.
Allerdings sehe ich das Problem
1. in der Gema wie Manuel Villing schon erklärt hat,
2. darin, dass die Gesellschaft, v.a. die Generation der Digital Natives den bequemen Weg, also der kurze und schnelle Klick in die illegale Welt, bevorzugt und
3. die Filmproduzenten immer mehr Geld in ihre Produktionen stecken um immer mehr technische Innovationen für Effekte, Qualität uvm einfließen lassen zu können. Ich bin nicht ganz davon überzeugt, dass über eine günstige Plattform als neue Distribution genug Geld eingenommen werden könnte, um den erwünschten Gewinn einzuspielen. Zumal ja noch die Kino und DVD – Einnahmen eher wegfallen würden.
Stimme weitgehend zu, aber kurz was zu deinem Punkt 3:
Ich denke nicht, dass Kino Einnahmen großartig wegfallen würden, denn zum einen kann man nicht davon ausgehen, dass die neusten Filme zeitgleich mit dem Kino Release auch online verfügbar sein werden/würden. Zum anderen kann man das Anschauen von Filmen zuhause nicht mit einem Kinobesuch vergleichen, gerade wegen den von dir angesprochenen Effekten wie 3D o.Ä. die, zumindenst momentan, im eigenen Wohnzimmer einfach (noch) nicht ganz so gut zur Geltung kommen können.
Dass die DVD Einnahmen zurückgehen würden denke ich auch, allerdings würden ja entsprechend Einnahmen durch das Online Angebot dazukommen.
Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich ein Pirat bin, aber Filme online anschauen ist für mich mittlerweile selbst verständlich. Die sogenannten “digital-natives” sind mit einer “Geiz-ist-geil Mentalität” aufgewachsen und somit haben die meisten Härchen Unrechtsbewusstsein beim illegalen runterladen. Wenn wir mal ehrlich sind bekommen wir im Internet fast alles umsonst, egal ob es um Software oder Informationen handelt. Wenn die Nachfrage bedient wird, würden sicher viele Personen die Angebote wahrnehmen.
Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich ein Pirat bin, aber Filme online anschauen ist für mich mittlerweile selbst verständlich. Die sogenannten “digital-natives” sind mit einer “Geiz-ist-geil Mentalität” aufgewachsen und somit haben die meisten Personen kein Unrechtsbewusstsein beim illegalen runterladen. Wenn wir mal ehrlich sind , bekommen wir im Internet fast alles umsonst, egal ob es sich um Software oder Informationen handelt. Wenn die Nachfrage bedient wird, würden sicher viele Personen den legalen Weg wahrnehmen.
kostenlose werbebasierte musik- und filmangebote (plattformen) sind eine gute idee, wodurch sich das jetzige problem sicherlich verkleinern läßt. allerdings wird es meiner meinung sehr viele user geben, die komplett genervt von der werbedröhnung seitens des internets sind und weiterhin auf ihrem “gewohnten” wege sich musik und filme besorgen. warum sollte jemand seinen gewohnten weg verlassen, wenn er mit diesen komplett zufrieden ist?
Ich finde es sehr schön, dass in diesem Artikel endlich die andere Seite dieser Problematik betrachtet wird. In den Nachrichten, digital oder analog, werden die Konsumenten, die sich Filme im Internet illegal ansehen immer als die „Bösen“ betitelt. Sie seien diejenigen, die der Filmindustrie gezielt schaden wollen.
Ein Filmfan liebt Filme, nicht die Filmindustrie. Und da diese, wie schon erwähnt zu langsam und schwerfällig ist und offensichtlich nicht Schritt mit den Änderungen halten kann oder will, wird die Rezession fortschreiten.
Leider sieht die Filmindustrie das Internet und ihre Nutzer als Problem, nicht als Chance. Und geht dabei gegen ihre eigenen Kunden vor. Dies muss sich ändern, in ihrem eigenem Interesse. Beispiellos waren die Maßnahmen, die Anfang dieses Jahres großes Aufsehen und Proteste auf der ganzen Welt erregten: Die SOPA und PIPA Gesetztesentwürfe, bei deren Erstellung die Filmindustrie maßgeblich war. Über das Thema wurde mit Absicht nur in ausgedünnter Form berichtet.
Dieses Vorgehen signalisiert, wie angeschlagen die Industrie sein muss. Lösungsansätze müssen natürlich ganz anders aussehen. Einige wurden in den zahlreichen Kommentaren ja bereits thematisiert. Was sich letztenendes durchsetzt bleibt spannend.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass durch kostenlose Downloads die Rezipienten dies mit größerem Interesse verfolgen, als sich bei MAXDOME oder Sky diese Filme legal zu kaufen. Heutzutage kommt es in der “Digitalen Welt” auf Schnelligkeit sowie auf die Angebotsanpassung auf die Rezipienten an. Diese kostenlose Angebote stehen meist wenige Tage oder sogar schon vor der offiziellen Veröffentlichung im Netz zum Download bereit. Die Filmindustrie hat den “Knall” wohl noch nicht gehört bzw. wahrgenommen diesem schon seit langem festgefahrenen Trend der Piraterie entgegenzukommen, indem ein Geschäftsmodell entwickelt wird, bei denen sich Rezipient und Filmindustrie einen Klaren Vorteil verschaffen.
Die Filmindustrie könnte sich zum Beispiel einen Vorteil verschaffen,wenn die Filme schneller auf dem Markt veröffentlicht werden und die Preise für die DVD´s im Einzelhandel gesenkt werden. Es würden sich bestimmt viele Rezipienten finden lassen, die sich für einen Betrag XY ein Abo kaufen würden, um die aktuellsten Filme ansehen zu dürfen. Des Weiteren sollten wir den technologischen Wandel in Betracht ziehen. Falls in den nächsten Jahren die Infrastruktur endlich mal auf einen angemessenen Standard ist, wird es auch kein Bandbreitenproblem geben (vorallem Dörfer und Kleinstädte sind damit gemeint), womit der Gang letztendlich dem Rezipienten in den Einzelhandel erspart wird und alles online ablaufen wird.
Die intelligenteste Aussage, die je über Piraterie gemacht wurde, stammt von Gabe Newell, CEO der erfolgreichen Spielefirma Valve, und lautet „Piraterie ist ein Serviceproblem, und kein Preisproblem.“ – dieser Gedanke wird auch treffend im Blogeintrag aufgefasst.
Quelle: http://www.escapistmagazine.com/news/view/114391-Valves-Gabe-Newell-Says-Piracy-Is-a-Service-Problem
Mit dieser Aussage gehe ich voll konform und viele Spieleschmieden passen sich ebenfalls dem Phänomen an und erzielen mit innovativen Geschäftsmodellen, wie z.B. mit auf Mikrotransaktionen basierenden Free-to-Play Games, beeindruckende wirtschaftliche Erfolge. Weitere verkaufsfördernde und pirateriehemmende Faktoren ist die positive Identität/das positive Image des Spiels oder der dahinterstehende Firma und Langzeitsupport und Weiterentwicklung nach dem Release, vor allem bei Multiplayertiteln.
Wie überträgt man das ganze nun auf Filme (um die es ja hauptsächlich im Artikel geht)? Zuerst wäre zu erwähnen, dass Kinoeinnahmen nach wie vor sehr gut sind, da neben dem Effekt, den eine Filmpremiere generell hat (Konsumenten wollen den Film am Release-Tag sehen) das Medium Kino für fast niemanden zuhause reproduzierbar ist. Filme haben im Vergleich zu PC-Spielen also schon einen signifikanten Vorsprung. Das Problem liegt also eher bei der Piraterie von DVDs nachdem Kinolaufzeit eines Films vorüber ist. Meiner Meinung nach liegt die Lösung hierfür in onlinebasierten On-Demand-Services, die man für eine Gebühr abonnieren kann um dann jederzeit gestreamte Videos zu konsumieren, was einfacher ist als sich den Inhalt illegal herunterzuladen.
Das ist genau der Punkt: Der legale Service muss das illegale Herunterladen lediglich in Einfachheit und Bequemlichkeit toppen und „Piraten“ werden in kürzester Zeit zu legalen Services wechseln. Denn seien wir mal ehrlich, saugen kann mitunter ganz schön lästig sein.
intelligente interaktive Filmplattformen sind die Lösung für das Dilema der Filmpiraterie. Die Musikindustrie reagierte, besser spät als nie, auf die Entwicklung der Mediennutzung. So erschienen in den letzten Jahren Online-Plattformen, welche den gesamten Musikbedarf decken, für einen Mitgliedsbeitrag für gerade mal 10€/Monat. Man sollte auf den Markt reagieren, anstatt ihn mit allen Mitteln versuchen zu ersticken. Meiner Meinung nach, wäre die breite Masse dazu bereit, für einen geringen Mitgliedsbeitrag, ein aktuelles, vollständiges und vor allem ein qualitativ hochwertiges Filmsortiment zu erhalten. Die Qualität von Filmen spielt in unserer heutigen Gesellschaft eine große Rolle. So ist der einzige Grund noch für Personen ins Kino zu gehen und nicht illegal zu downloaden/streamen, wenn es sich lohnt ihn qualitativ hochwertig zu sehn….
Es ist recht kompliziert und so ein Mittelding – geh ich ins Kino bekomme ich richtiges großes Bild mit geilem Sound zu hören und zu sehen aber dann denkt man sich “ich muss raus, verschwende Geld, nein ich bleib zu Hause und stream ihn mir”. Wer denkt nicht so? Den Vergleich von den Angeboten finde ich gut. Ich persönlich nutze selber Spotify und das finde ich richtig klasse! Erst vor kurzem habe ich die Premium Variante getestet und ich war begeistert. Wie einfach es doch ist die neuesten Lieder entweder daheim auf dem Laptop anzuhören oder kurz mal die favorisierte Liste auf mein Smartphone laden… So eine Möglichkeit müsste es meiner Meinung nach auch für Filme geben. Es ist schwer umzusetzen da z.B. massiv an Traffic verursacht werden würde (Achtung ich gehe hier von Full HD Material aus welches selbst ohne Menü,Extras,blablabla schon sehr groß ist) wie z.B. einen 1080p Film streamen…aber die Technik schreitet heutzutage so schnell voran dass auch das in den Griff bekommen wird und ich denke das wird irgendwan zum Alltag gehören sich einfach mal einen Film Online zu kaufen und SCHNELL streamen.
Was ich in diesem Artikel noch kurz anmerken möchte – die Stelle “[...]Diesen finde ich auf iTunes zum Preis von 9,99 Euro. Denselben Film bekomme ich auf Amazon.de auf DVD für 5 Euro und in Bluray-Qualität für 10 Euro. So bekomme ich also einen digitalen Film ohne physisches Medium, ohne Lagerkosten,[...]“. Lagerkosten – natürliche habe ich Lagerkosten. Ist eine externe Festplatte keine “Lagerkost” die ich im Vorfeld teuer bezahlt habe(mom. Thailandkatastrophe->teure Platten)und diese geht auch irgendwann aus? Ein Filmfreak bekommt die garantiert eines Tages voll und dann muss er noch mehr Platten kaufen und noch mehr und noch mehr…
Es scheint wohl eine große Marktlücke zu herrschen. Klar wenn man die Serie nicht legal bekommt, dann muss man andere Wege suchen um sich diese zu beschaffen. Sollte ich etwa nur darauf verzichten weil ich diese legal nicht angeboten bekomme, dass kann wohl nicht Sinn und Zweck eines intakten Marktes sein. Dies ist bedingt durch den “Homo Oeconomicus”. Das ist die wahre Natur des Menschen, nämlich mit den wenigsten Aufwänden das bestmögliche rauszuholen. Damit ist gemeint dass Menschen immer versuchen die Filme beziehungsweise die Musik zu downloaden, anzuschauen oder anzuhören. Ich versuche damit nicht die Digitale Piraterie zu beschönigen, aber ich stelle die Fakten dar warum es Menschen gibt die diese Filme anbieten und Menschen die diese Filme anschauen beziehungsweise downloaden.
Wie in dem Artikel schon steht, Raubkopieren nur die wenigsten Nutzer aus reiner Boshaftigkeit. Viele haben einfach nicht die Möglichkeit irgendetwas legal downloaden zu können, da die Mittel zum legalen Download fehlen bzw. für viele unzugänglich sind. Auch wie im Artikel geschrieben wird dauert es für viele Nutzer zu lange bis ein Film zum Download angeboten wird, jedoch sollte zur heutigen Zeit durch die schnelle Entwicklung des Internets und der Digitalisierung rechtzeitige Angebote für Download von aktuellen Filmen für die Filmindustrie und anderen Dienstleistern kein Problem mehr sein. Durch die Disaggregation (ein Medium löst sich von seinem klassischen Medium ab z.B. ein Film kann man downloaden ohne eine DVD kaufen zu müssen) hätte die Filmindustrie die Möglichkeit Filme im Internet für interessierte Nutzer auch billiger anzubieten, da die Filmindustrie nicht mehr Geld für die Produktion von DVDs ausgeben muss. Außerdem verkürzt sich auch der Weg bis ein solcher Film zum Download angeboten werden kann. Ein Vergleich kann hierzu zu den E-Books gezogen werden. Diese werden im Internet billiger als gedruckte Bücher angeboten und sie stehen auch schneller für interessierte Leser zur Verfügung als ein klassisches gedrucktes Buch. So würde man den Nutzern zusätzlich entgegenkommen, da diese schneller und billiger etwas downloaden könnten.
Die Idee einer “Flatrate” die hier öfters als Lösungsansatz vorgeschlagen wurde finde ich sehr gut. Schließlich werden die meisten nur zu digitalen Piraten, weil die Filmindustrie so hinterher hinkt. Es stimmt nun mal, dass viele Leute, zu denen auch ich gehöre, Filme und Serien in der Originalfassung sehen wollen und es dafür keine passenden Angebote gibt. Neue Filme werden zu spät zum Download zur Verfügung gestellt und sind zudem auch noch teuer, sodass manche folglich den illegalen Weg einschlagen, um an die gewünschten Filme zu kommen.
Meiner Meinung nach ein völlig übertriebene Reaktion der Musik-, Filmindustrie.
Eine kleine Recherche über die Kinobesucherzahl in den vergangen Jahren zeigt, die Kinobeliebtheit hat nicht gelitten : http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2194/umfrage/entwicklung-der-anzahl-der-kinobesucher-in-deutschland-seit-1993/ Besucherzahlen blieben mehr oder weniger im Durchschnitt gleich bzw. vermehrten sich.
Durch den technischen Fortschritt haben wir die Audiokasette hinter uns gelassen und dies passiert auch mit den MusikCDs. Dieser Effekt kommt nicht weil wir plötzlich Musik umsonst beziehen können, sondern weil die technischen Geräte um uns herum sich verändern. Das elektronische Gut ist aktuell und gefragt. Der CD Player hat sein Periode hinter sich, Smartphones/Ipods/Mp3-Player sind die neuen Musikabspielgeräte.
Wohingegen die DVD-Nachfrage noch vorhanden ist. Es ist auch äußerst schwer Verkaufszahlen von DVD Filmen öffentlich zu finden. Dem Endverbraucher wird versucht dies geheim zu halten, damit das Märchen von den bösen Raupkopien im Privatbereich in den Medien ziehen kann.
Das Internet war Anfangs eine neue Plattform, nicht erforscht und frei. Eine Spielwiese auf der sich jeder austoben konnte und mehr oder weniger tun was er wollte. Nun sollen Gesetze, Regulierungen, Strafmaßnahmen her, der Gesetzgeber wollte nur das Beste für uns. Da will die Film-, Musikindustrie nicht zu kurz kommen und neben den ohnehin Milliadern noch paar Milliarden mehr verdienen. Ein neuer Markt auf der freien Spielwiese ist entdeckt und daraus soll soviel Profit wie möglich geschlagen, solange es noch möglich ist. Für mich eine unendliche Habgier einer Industrie und der Versuch dafür noch Argumente zu basteln, um sich positiv rechtfertigen zu können.
Dieser Artikel beschreibt genau das, was Sache ist. Die Filmindustrie stellt sich quer und kriminalisiert durch diese Sturheit “den Otto-Normalverbraucher des neuen-alten Internet-Zeitalters”.
Ich z.B. bin ein Konsument, der Filme gelegentlich auf diversen noch zugänglichen Streaming-Seiten genießt. Bin ich deswegen ein Pirat? Bin ich kriminell? Laut der Industrie bestimmt- doch was sagt die Mehrheit der Menschen diesbezüglich (die interessiert doch nicht, in einem kapitalistisch geprägten System – wobei andere Systeme genauso wären)? Ich bin aber auch ein Mensch, der ein Film (nach vorherigem Schauen und Beurteilen) kauft! Ja, gibt’s denn sowas? Blu-Ray, DVD etc…weil mir die Qualität im Internet meist nicht passt und/oder auch die langen Wartezeiten bei gewissen Online-Diensten einfach nerven! Wobei man bei einigen (bei den meisten) Upload-Download-Diensten PREMIUM-Accounts machen kann- dann sieht man die Filme in HD und in einer spitzen Geschwindigkeit (aber leider ist das ja auch illegal). Warum bieten die Filmehersteller sowas nicht an? Online-Stream der Superlative- die Technik und das Geld dazu haben sie ja- aber was hindert sie an solch einem Handeln? Wir wissen nicht, weswegen die Filmeindustrie so agiert, wie sie agiert- aber eins wissen wir-> Geld steht im Vordergrund! Und wenn sie dieses Problem nicht lösen, dann geht es wohl so weiter wie bisher…die Einen schreien da, die Anderen dort…
Ich kann dem Verfasser nur zustimmen! Man beginnt sich doch ernsthaft die Frage zu stellen, warum diesem Zustand nicht Abhilfe geschaffen wird? Ich meine die technischen Möglichkeiten sind vorhanden und es würde einen rapiden Rückgang dieser Piraterie geben! Wenn wir uns allein einmal anschauen, wieviel Geld die Werbekampagne “Raubkopierer sind Verbrecher” geflossen ist. Ich meine das hätte wohl alle mal reichen müssen, dem ganzen eine “legale” Alternative zu bieten und diese zu publizieren. Aber unsere Gesellschaft schreit eben lieber histerisch, anstatt produktiv zu werden
Der Titel des Artikels könnte kaum passender sein.
Denn die nicht abbrechende Diskussion rund um Urheberrecht, Raubkopien etc. ist meines Erachtens nach eine äußerst schwierige, da wir uns in vielerlei Hinsicht in einer größeren medialen/gesellschaftlichen Umbruchphase befinden.
Zum einen war es technisch nie leichter sich einen Film digital zu besorgen. Klar, früher hat man auch Videokassetten überspielt und so weiter und so fort, jedoch musste man damals warten, bis man überhaupt eine Kopie ergattern konnte. Filme liefen länger im Kino und sind nicht, wie heute, schon nach weniger als einem halben Jahr auf DVD/Blu-Ray erhältlich. Dazu kommen die (bei den Blockbustern) teils dramatisch steigenden Produktionskosten hinzu, die den (angeblichen) Verlust durch nicht bezahlte Kino Tickets und illegal erworbene Filmkopien umso schwerwiegender wirken lassen. Ein weiterer Grund hierfür ist sicherlich der globale Faktor. Wir sehen sofort die Trailer, die in den USA laufen, wir lesen sofort Kritiken von Filmen/Serien, die bei uns noch nicht erhältlich sind, wir können uns über Zensur kundig machen, in Foren austauschen und vieles mehr.
Dies geht in Hand mit dem steigenden Interesse des Konsumenten an totaler Verfügbarkeit. Ich will nicht warten bis die neueste Staffel meiner Lieblingsserie synchronisiert/lizensiert ist, nur damit ich kürzere Versionen, miese Sprecher und teurerer Preise erleiden muss. Andere Fans, vor allem in Nischengenres, müssen Jahrelang auf Veröffentlichungen warten oder kommen niemals in den Genuss bestimmter Serien/Filme, da eine Lizensierung zu kostspielig wäre, die Verleiher denken, es gibt keinen Markt hierfür oder weil es sich um Material handelt, das wahrscheinlich indiziert und somit wirtschaftlich weniger lukrativ wird. Letzteres mag ein überwiegend deutsches Problem sein, dennoch lassen sich all die genannten Faktoren auf die verschiedensten Länder übertragen.
Zusammen mit der technischen Leichtigkeit all diese Probleme zu umgehen hat sich eine Bewegung entwickelt, die oftmals in den Diskussionen leichtfertig als „Geiz-ist-geil“ Mentalität abgetan wird. Selbstredend, es gibt meiner Meinung nach eine moralische Tendenz, die ich als leidenschaftlicher Filmsammler weder nachvollziehen, noch unterstützen kann und sogar für bedenklich halte. Leute, die einem in harter Arbeit erstellten Film keinen Wert beimessen und sich nur medial berieseln lassen wollen gibt es leider immer öfter. Aber grundsätzlich sind die Menschen bereit für eine gute Leistung Geld zu zahlen. Und diese gute Leistung ist in vielerlei Hinsicht lange Zeit nicht dagewesen. Kein Video on Demand, keine digitalen Kopien, lange Wartezeiten. Dafür war die Industrie so hell und hat die ehrlichen Käufer mit schrecklichen Anti-Raubkopierspots, miesem Kopierschutz und überteuerten Preisen gepeinigt. Ein Teufelskreis: Die Industrie will sich immer mehr schützen, da sie Kunden verliert, und verliert genau dadurch Kunden.
Aktuell scheint die Industrie ein Stück weit dazuzulernen, was gewisse Aspekte wie digitale Kopien, Video on Demand etc. angeht. Von einem perfekten Modell bezüglich des Verkaufs und Vertriebs, vor allem Länderübergreifend, kann jedoch nicht die Rede sein. Zu schlechte Auflösung, nur eine Sprache und natürlich teilweise auch die fehlenden technischen Voraussetzungen bezüglich Bandbreite, passenden TV-Geräten und co. hindern die Evolution des Marktes (zumindest in Ländern wie Deutschland) noch.
Aber sowohl zahlende Kunden, als auch eine langsam lernende Industrie sind auf einem potentiell guten Weg angekommen, auf welchem man sich trifft und nicht aneinander vorbeizugehen scheint. Denn genau das ist der Punkt: Der eine kann nicht wirklich ohne den anderen… Denn mal ehrlich: Wer will eine Welt ohne Filme?
Wenn ein Autodieb ein Auto stiehlt oder klaut, wird der Besitzer sein Eigentum vermissen. Dies ist auch der Grund, warum die meisten Menschen nicht stehlen, da sie dem Eigentümer nicht schaden wollen. Vergleicht man dies mit Raubkopien, sehen die meisten Menschen keinen offensichtlichen Schaden für den Besitzer, da durch das Kopieren von Dateien das Diebesgut trotzdem noch beim Besitzer bleibt und der Dieb nur eine Kopie davon besitzt. Somit sehen die meisten Nutzer in ihrer Aktivität keine kriminelle Handlung. Ebenfalls suggerieren die meisten Menschen, vermutlich verursacht durch die hohen Budgets der Filmindustrie, dass die Filmstudios genügend Geld besitzen, worauf sie schlussfolgern, dass die Filmindustrie genügend Gewinne macht und somit eine Raubkopie keinen all zu großen Schaden verursacht.
Für mich ist die Trägheit der klassischen Medien, was die Distributionswege im Internet angeht, auch nur schwer zu fassen. Und tatsächlich sind die “Großen” in der Branche selbst Schuld an ihrer Misere. Dass über Jahrzehnte bestehende Oligopole einen Markt auf kurz oder lang zerrütten, bleibt beinahe unausweichlich.
Dass so alte und festgefahrene Strukturen nicht flexibel genug sind, um auf einem, sich rasant ändernden Markt, wie dem Internet bestehen zu können, verwundert kaum. Dass aber ein Jahrzehnt nicht ausreicht, um wenigstens Ansätze zur Lösung des Problems umzusetzen, ist unfassbar.
Im Prinzip gibt es zwei denkbare Zukunftsszenarien. Im ersten – weniger erfreulichen Szenario – führt der Staat, nachdem ACTA nicht die gewünschten Erfolge erzielen kann in letzter Konsequenz die Todesstraße wieder ein, um Urheberrechtsverletzungen im Internet erfolgreich bekämpfen zu können. Im zweiten – zugegebenermaßen vernünftigeren – Szenario, lässt man die Branche brav die eigene Suppe auslöffeln, dann gesundet auch der Markt an seinem eigenen Versagen. Vielleicht müssen wir dann auf Paramount oder Warner Bros. verzichten, dafür gibt’s Filme legal im Internet anzuschauen.
Eine mögliche Lösung gegen die digitale Piraterie anzukämpfen, wäre wie schon in den vorherigen Kommentaren erwähnt, eine sogenannte ‘Flatrate’ einzuführen, bei der, der Nutzer monatlich einen bestimmten Betrag zahlt und dafür seine Lieblingsserien oder Filme legal auf der Seite anschauen oder downloaden kann. Denn das größte Problem liegt darin, dass man die neuen Filme, oder die Serien in Originalfassung meistens viel zu spät und zu sehr hohen Preisen, als Download bekommt. Aber der Nutzer möchte nicht warten, oder viel Geld ausgeben, daher kommt er, wenn auch ungewollt, auf illegalem Wege an seine gewünschten Filme.
Der Artikel trifft genau meine Meinung.
Es gibt einfach viele Menschen, die gezielt ausgewählte Filme / Serien anschauen möchten, ohne hierbei von Faktoren wie Ausstrahlungszeit im TV oder Verfügbarkeit in Leih- und Kaufangeboten anhängig zu sein.
Leider ist der Markt in diesem Bereich mit noch keiner zufriedenstellenden Infrastruktur versorgt, bei legalen Online-Angeboten ist das Kosten-Nutzenverhältnis sehr uneinheitlich, bisweilen auch dubios. Außerdem ist die Zeitverzögerung bei legalen Downloadmöglichkeiten enorm hoch (bis zu 3 Monate).
Letztlich sollte die Filmindustrie der Musikindustrie nachziehen und ihren Markt weiterentwickeln und ähnliche Konzepte entwickeln. Mit einem Werbungs- oder Flatrate-basierten System könnte der schadhaften Piraterie entgegengewirkt werden.
Der Kunde nimmt – zumeist ganz ohne kriminelle oder böse Absicht – den für sich schnellsten, günstigsten und praktischsten Weg. Gäbe es einen legalen Weg, der diese Attribute in sich vereint, würden ihn zahlreiche „Piraten“ in Anspruch nehmen.
Ein gewissen Betrag zu zahlen um Filme in guter Qualität zu sehen? Schon lange als Geschäftsmodell in der Medienwelt vertreten. Aber nun diese Filme mit Werbung zu bestücken à la Tv aber wiederrum das Angebot aufzustocken und noch mehr Filme anzubieten, find ich eine sehr gute Idee und frage mich warum dies noch nicht wirklich umgesetzt wurde. Als einzigen Grund sehe ich die Unternehmen der Filmindustrie die sich gegenseitig Steine auf den Weg legen und somit der User und somit wir links liegen gelassen werden.
Meiner Ansicht nach ist das digitale Serviceangebot der Filmindustrie hier in Deutschland einfach nur mangelhaft.
Es gibt genügend Interessierte, die sich eine digitale Distribution von Filmen und Serien wünschen. Leider reagiert die Filmindustrie auf die Wünsche entweder gar nicht oder recht träge. Wenn überhaupt digitale Distributionskanäle für Filme und/ oder Serien angeboten werden, dann besitzen diese meistens ein unausgereiftes Bezahlmodell zu teilweise unrealistischen Preisen.
Ich denke, dass das Kernproblem darin besteht, dass die großen Filmstudios den Mangel an Serviceangeboten nicht sehen oder ihn nicht sehen wollen. Die Filmstudios regulieren letztendlich die Lizenzen, die nötig sind um eine Streaming-Plattform betreiben zu können. Für diese Lizenzen verlangen sie horrende Preise, die kleine Start-Ups natürlich nicht zahlen können. Nur große Anbieter (z.B. Amazon mit Lovefilm) können das nötige Kapital aufbringen. Zudem kommt, dass Filme an sich auch künstlich zurückgehalten werden. Wenn man einen Film unbedingt sehen will, der gerade in den USA veröffentlicht wurde, wartet man nicht 6 Monate darauf bis er in Europa anläuft. Man sucht andere Wege. Die Möglichkeiten des Internets müssen von den großen Unternehmen wahrgenommen werden. Sie sollten sich von dem Geschäftsmodell der 90er Jahre lösen und die Vielfalt an Distributionskanälen nutzen.
Wir alle wollen da nur noch die Seitenbetreiber also die Menschen, die diese “illegale” Inhalte zu veröffentlichen beschulden. Ich finde das völlig falsch. Anhand das Beispiel Deutschland: in Deutschland besteht eine sehr große Nachfrage nach den Kinofilmen und neuen Songs etc. was aber die entsprechenden Film- oder Musikindustrien irgenwie ständig ignoriert haben bis vor kurzem. Solche Unternehmen beschweren sich, weil die Inhalte sich plötzlich (sogar) vor der Vermarktung schon im Internet befinden. woran liegt es aber????
In Deutschland und eigentlich fast überall der Welt haben diese Unternehmen sich ziemlich verspätet ins Internet einzusteigen. Wie bereits im Text genannt, wer wartet bitte schon 3 – 4 Wochen um eine Serie anzuschauen, wenn es schon am nächsten Tag im Internet “illegal” angeschaut sogar downloadet werden kann?? Antwort: keiner !!!
Ich werde hier die Schuld auf die Musik- und Filmindustrie geben, durch die Verspätung wurde die Piraterie ziemlich gefördert.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Rezipienten, die sich es nicht leisten können, für ein Film oder Song zu bezahlen. Für diese Menschen ist natürlich die Veröffentlichung im Internet vorteilhaft.
Für die Musik- und Filmindustrie ist es ein ziemlich großer Nachteil, da sie keine Gewinne erwirtschaften können, außerdem ist ja die Wertschöpfungskette sowieso durch die Digitalisierung verkleinert, spezifische Unternehmen existieren sowieso nicht mehr, und auch noch die Piraterie ist sehr umgestiegen. Das heißt solange diese Unternehmen sich mit dem Umstieg ins Internet verspäten oder überlegen (sage ich mal), wird auch der Wohlstand des Landes zurück gehen. Damit sind auch die Ganzen Konflikte auch zu begegnen.
* Außerdem Diese angebotene Filme mit Werbung beschmücken oder eine Grenzdownload-Zahl zu ermöglichen könnte die Rezipienten dazu führen illegal zu kaufen was aber meiner Meinung nach nicht eine große Nachfrage zum Markt bringen kann
Durch die, in den letzten Jahren deutlich gestiegene Bandbreiten sind die Möglichkeiten für den digitalen Vertrieb für Filme stark gestiegen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft der Nutzer im Internet Geld auszugeben durch immer bequemere und sicherere Zahlungsmöglichkeiten gestiegen. Anstatt die Gelegenheit zu Nutzen, und eigene Angebote zu erstellen überlässt die Filmwirtschaft den Markt quasi kampflos den Anbietern illegaler Downloads. Durch ihre konsequente Verweigerung hat die Filmindustrie nicht nur die Problematik der Film-Piraterie massiv verstärkt, sondern sie hat sich auch ein erhebliches Geschäft entgehen lassen. Solange keine Angebote geschaffen werden, die aktuellen, qualitativ hochwertigen und auch mehrsprachigen Content anbieten wird sich an der Problematik nichts ändern.
Meiner Meinung nach sollte man durch den Kauf digitaler Produkte (sei es im Film-, Musik- oder Softwarebereich) mehr Vorteile haben. Der erste Gedanke daran geht an einen günstigeren Preis, zumal die Produktionsfirmen ja auch viel günstigere Produktions und Vertriebskosten haben: es muss keine Verpackung entwickelt, gestaltet und gedruckt werden, es muss kein Datenträger gepresst werden, es entfällt der Versand mit einer Spedition an die Einzelhändler, die Arbeitszeit um die Produkte zu verpacken usw. Alleine dadurch müssten die Hersteller ihre Produkte über digitale Distributionskanäle günstiger anbieten können und das würde auch dazu beitragen Piraterie einzudämmen. Ist der Preis geringer, ist die Hemmschwelle normal auch größer auf illegalen Methoden zurückzugreifen.
Ein Modell wie das von Spotify á la Freemium finde ich auch sehr gut. Die Hersteller könnten über solche Plattformen z.B. ältere Filme kostenlos und werbefinanziert anbieten. Möchte man dagegen auf aktuelle Filme zurückgreifen, sollte man zur Kasse gebeten werden. Dabei sollte es wiederum mehrere Tarife geben: verschiedene Qualitätsstufen und mit oder ohne Werbeeinblendungen. Die Rezipienten würden erst einmal auf den Dienst aufmerksam gemacht werden und durch eine einfache Abwicklung der Bezahlung könnte man den ein oder anderen sicher dazu bewegen, sich einen Film der einen anspricht gegen Bezahlung anzuschauen anstatt ihn illegal im Internet herunterzuladen.+
Ein letztes Konzept, welches mir immer wieder in den Kopf kommt, wenn ich über dieses Thema nachdenke, wäre eine Art “Flatrate Tarif”. Man zahlt eine monatliche Grundgebühr und kann dann viele Filme anschauen, jedoch sollte das Ganze trotzdem noch begrenzt werden und mit Tarifupgrades nach oben offen gehalten werden. Ob sich solche Konzepte jedoch lohnen bleibt fraglich. In der Vergangenheit gab es massig Anbieter in der Musikbranche, die dieses Konzept verfolgt haben, die aber nie wirklich die große Masse für sich begeistern konnten.
Hoffen wir mal dass die Filmindustrie die Digitale Entwicklung nicht genau so fatal verschläft wie die Musikindustrie. Momentan sieht es aber eher danach aus.
Vor allem die unverhältnismäßige Preisgestalt hinterlässt den Eindruck, als sei der Filmindustrie der ernst der Lage nicht bewusst. Da stellt man sich doch ernsthaft die Frage, ob eine Branche erst richtig bluten muss, bevor sie etwas dagegen unternimmt. Frei nach dem Moto: Was interessieren uns die Sorgen von Morgen.
Dabei sind Entwicklungen wie Netflix ein Schritt in die richtige Richtung. Und es scheint bei den Kunden anzukommen: 23,8 Millionen Abonnenten in nur zwei Jahren sprechen eine deutlich Sprache.