Das Eigentor von Facebook…
June 5, 2012 in Communication, Consumer behavior, Innovation, Social Media
Gut meint ist das Anliegen von Facebook, seine Nutzer über die neuen AGBs abstimmen zu lassen sicherlich, aber am Ende ist es, um in der Sprache der anstehenden Fußball-EM zu bleiben, ein klassisches Eigentor. Und zwar ein entscheidendes!
Facebook stellt nach tausenden Einwänden von Nutzern die geplanten Änderungen der Daten-Richtlinie und der Nutzungsbedingungen zur Abstimmung. Zu der Abstimmung kommt es jedoch nur, weil mehr als 7.000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen abgegeben hatten. Nun haben alle registrierten Nutzer zum 8. Juni 18.00 Uhr MESZ die Möglichkeit, auf der Facebook Seite ihre Stimme abzugeben. So weit – So gut. Doch anstatt dies für sich als Marketing zu nutzen, um das sowieso angeschlagene Datenschutz-Image ein wenig zu verbessern, fährt Facebook mit der Aktion erst richtig gegen die Wand.
Die Einschränkung, die Wahl gelte nur dann, wenn ein Drittel der mehr als 900 Millionen geschätzten Mitglieder abstimmt, macht aus der Aktion eine Farce. D.h. es müssen ca. 270 Millionen Nutzer an der Abstimmung teilnehmen. Ein Witz, wenn man bedenkt, dass nicht alle registrierten Facebook-Mitglieder das soziale Netzwerk auch wirklich nutzen, und dass die Abstimmung auf der Page “Facebook Site Governance” erfolgt. Wird dieses Kriterium nicht erfüllt, habe die Abstimmung lediglich “beratenden Charakter” kann man genau auf dieser Seite lesen, auf der Elliot Schrage, Vice President Communications Public Policy und Marketing erklärt, worum es eigentlich geht. Immerhin stehen einem als Nutzer diese Informationen in neun Sprachen zu Verfügung
.
Die Page “Facebook Site Governance” wird zur Zeit von ca. 2,1 Millionen Menschen geliked. Auf der offiziellen Facebook-Seite, die ca. 68 Millionen Menschen mögen, ist kein Hinweis auf die Abstimmung zu finden. Technisch ist es doch ein leichtes, alle Nutzer darauf hinzuweisen. U.a. bei der Einführung der Chronik hat man das ja auch schon gemacht. Gut, man muss für die Abstimmung die Seite nicht liken, aber das Ganze hat schon einen bitteren Beigeschmack. Zum Zeitpunkt der Abstimmung des Autors haben ca. 145.000 Nutzer an de Abstimmung teilgenommen.
Mal ehrlich, was soll das? Hält man bei Facebook seine Nutzer, und damit sein Kapital, wirklich für so dämlich? Oder denkt man tatsächlich so kurzfristig und meint, das Thema ist bald wieder vergessen? Wenn Facebook so weiter macht, steht das Unternehmen schneller im Abseits als es gucken kann.
Autorenprofil von Martin Wysterski
Facebook hat auch kein grundlegendes Interesse daran, dass dritte sich in ihrere Unternehmensführung reinreden lassen. Facebook versucht hier nur ein wenig positive Presse zu erhalten, welche von dem bisherigen Flop in Sachen Börsengang ablenken sollen.
Die Idee Abstimmung innerhalb von sozialen Communitys abzuhalten scheint schlüssig und ist durch die globale Vernetzung auch technisch realisierbar.
Wie das Beispiel “Liquid Democracy” der Piratenpartei zeigt. Hir können Piraten Mitglieder Vorschläge zur Abstimmung in einer Art Wiki Form einreichen.
Ob die Abstimmung gut gemeint ist, scheint zweifelhaft. Eher gezwungen, wenn diese erst nach einer Flut von Kommentaren der Community initiiert wurde. Es ist schon fast ‚typisch Facebook‘ Änderungen von ihren Datenschutzrichtlinien und AGBs an den Nutzern vorbei zu ändern bzw. diese nicht ausreichend darüber zu informieren.
Ich selber bin eine Userin von Facebook, nutze es mehrmals täglich, stelle dem Netz aber so wenig Information wie möglich zu Verfügung. Ich wusste vor Lesen dieses Artikels zwar dass es eine Abstimmung gäbe aber nicht wo man abstimmen kann.
Mit seinen ‚Verschleierungsaktionen‘ hat sich der Netzwerkriese sicher nicht beliebter gemacht, doch so lange die Nutzer persönlich keinen realen Schaden erkennen können und das tun sie meist nicht, wird Facebook die Nummer eins unter den sozialen Netzwerken bleiben.
Bleibt also nur abzuwarten, bis sich Facebook einen Fauxpas erlaubt, womit es sich schließlich selber entthront.
Die Idee die User über die AGBs abstimmen zu lassen, ist nur ein unfreiwilliger Versuch von Facebook den Usern das Gefühl zu vermitteln, sie könnten in irgendeiner Weise mitmischen. Allein die Bedingung, dass mindestens ein Drittel aller Facebooknutzer abstimmen müssten scheint unrealistisch,da viele wie im Artikel bereits erwähnt, Facebook nicht regelmäßig Nutzen, es inzwischen genügend Fake-Profile gibt und manche nichts von der Abstimmung wissen. Ich hatte beispielsweise zuvor nichts von einer Abstimmung mitbekommen und bin mir sicher, dass es den ein oder anderen ähnlich ging.
Die Abstimmung wird Facebook nicht unbedingt beliebter machen, jedoch kann sich das größte soziale Netzwerk so ein Eigentor wahrscheinlich noch leisten.
Das mit dem unfreiwilligem Versuch und der erhofften Imageaufwertung mag vielleicht stimmen, dennoch zeigt diese Initiative Grundzüge einer sozialen demokratischen Abstimmung und deren Problematik. Wenn Facebook diese erfolgreich umgesetzt hätte, d.h. die Möglichkeit zu schaffen das User abtstimmen können, sowie dass diese Stimmen in irgendeiner Weise Fair geltend gemacht werden könnten, würden meiner Meinung nach sogar Staaten auf diese neue Art der Mitbestimmung und Sozialisation aufmerksam werden.
Das komplexe Regelwert die diese andere, vielleicht sogar neue Art einer Demokratie voraussetzt, steht und fällt mit dem Schlüsselmerkmal wie die Masse, bzw. deren Stimmen gewertet werden sollen bzw. wie hoch deren Gewicht ist.
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen – das ganze läuft getreu unter dem Motto:
Gute Mine zum bösen Spiel..
Seit dem 1. Juni können die Nutzer ihre Stimme für die neuen oder die alten „Rechte und Pflichten sowie Datenverwendungsrichtlinien“ abgeben. Die Abstimmung endet am 8. Juni um 18 Uhr.
Wenn es doch angeblich gewollt ist von Facebook, dass sich möglichst viele daran beteiligen, dann lasse ich die Abstimmung erstens länger laufen, zweitens mache ich sie auch richtig publik (ich als täglicher Nutzer wusste bis dato nichts davon) und drittens lege ich dem ganzen nicht so komische Bedingungen auf!! Entweder ganz oder gar nicht!!!
Ganz ehrlich: Facebook interessiert sich doch nicht ernsthaft dafür – das zeigen ja oben genannte Aspekte…
Und einen ganz bitteren Beigeschmack bekommt das ganze wenn man bedenkt wie “gut” es Facebook gerade an der Börse geht…komisch das gerade jetzt so eine Image-Aktion kommt…
Stimme dem Kommentar von ed019 zu.
Das Ganze erscheit auch mir nur als eine Art Versuch, der Datenschutz Kritik etwas entgegnen zu können. Vielleicht will facebook ja zeigen, dass dem Großteil der Nutzer der Datenschutz quasi egal ist.
Man muss, wie ich finde, allerdings schon sagen, dass es ansich sinnvoll ist, dass facebook will dass nur etwas passiert wenn eine große Anzahl an Nutzern dafür abstimmt, immerhin betreffen entsprechende Änderungen ja auch jeden Nutzer.
Realisisch gesehen ist es aber (gerade wegen beispielsweise Fakeprofilen oder Nutzern die Facebook nur selten und nicht aktiv nutzen) lächerlich zu verlangen, dass mindenstens 1/3 abstimmt, insbesondere wenn für die Aktion dann nicht einmal richtig geworben wird.
Ein Hinweis beim einloggen für jeden Nutzer, so oder ähnlich müsste das ablaufen. Ansonsten ist es wie im Artikel geschrieben, ein klares Eigentor.
Facebook hat bezüglich diesem Thema kalkuliert, wie ein “Standard-Unternehmen”, welches versucht gestiegene Preise, seinen Kunden schön zureden. Denn als erstes sollte man sich vor Augen halten, dass fb mit den neuen AGB’s eine bessere Informationsausbeute und eine nahezu unbegrenzte Datenspeicherung anstrebt -> Ziel: Die eigene Attraktivität für werbetreibende Unternehmen zu steigern.
In der “Facebook-Blackbox” wurde nun ganz einfach abgewogen – Umsatzsteigerung VS Imageverlust
Da man sich eben für Umsatzsteigerung entschieden hatte, musste man sich überlegen, wie man schlechte Presse umgehen bzw. abmildern könne. Die Maßnahmen hierfür sind nun die im Beitrag genannten. Hinzu kommt noch dass Elliot Schrage brüstend von sich gab: Dass fb das einzige Netzwerk seiner Art sei, welches Nutzer über Änderungen abstimmen ließe (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Nutzer-koennen-ueber-Daten-Richtlinie-und-Rechte-abstimmen-1589485.html) -> Meiner Meinung nach schlichte Heuchelei.
Dennoch denke ich, dass man hier nicht wirklich von einem “Eigentor” sprechen kann, denn kurzfristig wird fb der Gewinner bleiben, sei es als Plattform für Werbung oder als Platzhirsch unter den Social Media Communities.
Langfristig jedoch öffnet fb Tür und Tor für Konkurrenten, die sich bspw. mit geringer Datenspeicherung und Wahlpflichtwerbung präsentieren.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich ebenfalls erst mit diesem Beitrag auf diese Änderung aufmerksam wurde (was mich nicht verwundert). Somit schätze ich die Bekannt dieser “Aktion” und der damit verbundene Schaden für’s Image als sehr gering ein.
Facebook will mit dieser Abstimmung seinen Nutzern nur oberflächlich entgegen kommen, um einen etwaigen Einfluss der Nutzer auf das Netzwerk “vorzutäuschen”.
Die Messlatten werden jedoch so hoch gelegt, dass es kaum möglich ist diesen geringen Einfluss auf die Veränderung auch wirklich zu nutzen, wobei es das Image nur verbessern würde, welches durch die Datenschutzkritik etwas angekratzt ist.
Bei einem Blick in die Zukunft, würde das die Zufriedenheit der User steigern und evtl. auch neue Nutzer anlocken.
Auch ich schließe mich den oben genannten Aspekten an.
Die Tatsache, dass wenige Facebook User von der Abstimmung wussten zeigt doch deutlich, dass Facebook im Grunde kein Interesse daran hat, Datenverwendungsrichtlinien grundlegend zu ändern. Sonst hätte Facebook irgendwo (auf der Startseite beispielsweise) mit einem Link auf die Umfrage verwiesen. Ich bin auch täglich bei Facebook und habe nirgends einen Hinweis auf eine Abstimmung gelesen…
Da sich so wenige User an der Umfrage beteiligt haben, kann Facebook nun sagen, dass es uns Usern egal ist, wie die Datenverwendungsrichtlinien sind – und meiner Meinung ist das genau das, was sie erreichen wollten. Facebook kann sagen, dass sie es wenigstens angeboten haben… Aber meiner Meinung nach hätte Facebook auch keine Änderungen vorgenommen, selbst wenn sich genügend Menschen an der Abstimmung beteiligt hätten.
Was den Titel des Textes angeht schließe ich mich Lucas Zanella an: von einem typischen „Eigentor“ kann man hier nicht reden, da Facebook auch zukünftig genutzt werden wird, sei es von uns als soziales Netzwerk oder als Werbeplattform. Momentan ist es nun mal das größte und auch beliebteste soziale Netzwerk und das wird es auch noch einige Zeit bleiben.
Wie schon in den vorherigen Kommentaren gut beschrieben, ist die Wahl nur ein strategischer Schachzug, um zumindest behaupten zu können, sich für Nutzer und Datenschutz einsetzten zu wollen.
Indizien dafür gibt es genug: Schlechte Bekanntmachung der Wahlen, schwer erreichbare Wahlziele und eine benutzerunfreundliche Navigation beim Wahlvorgang selbst, wie auch Spiegel-Online erkannte: „Alles, was Facebook sonst ausmacht – Interaktivität, Multimedia, schnelle Klicks – ließ die als “Wahl” bezeichnete Abstimmung vermissen.“
Neue Nutzungsbedingungen und der Nutzer (Kunde) kann im Gegenzug nichts erwarten? Ein Geschäftsmodell das auf die Daten des einzelnen abzielt um Zielgruppengenaue Werbung schalten zu können und dabei den Drang zum sozialen Austausch der Individuen ausnutzt? Irgendwie schon fast verlogen und meiner Meinung nach KEIN Geschäftsmodell mit Zukunft.
Facebook lässt seine Mitglieder über die geplante Änderung der Regelung für Nutzung und Datenschutz abstimmen – aber keiner weiß davon (oder will davon etwas wissen!).
Dies wird wohl der Hauptgrund für dieses ja fast schon lachhafte Beteiligungsrate an der Abstimmung sein. Gerade einmal 0,04 Prozent ( das macht ca. 350.000 Mitglieder aus ) haben ( vielleicht auch nur zufällig ) den dunklen Pfad Richtung Abstimmungsseite gesichtet.
Auf der Facebook Seite wurde überhaupt nicht aktiv auf diese Abstimmung hingewiesen, das ist klar ein Kritikpunkt, hier war ( zumindest bei mir ) auf der Facebook – Startpage das Schmackhaft machen der neuen Chronik wichtiger.
Facebook hat zusätzlich eine viel zu hohe Beteiligungshürde gesetzt. Wie sollen 300 Millionen Mitglieder abstimmen, wenn Facebook viele Fake- Profile, Profile mit geringer Nutzung etc. aufweist? Die hohe Beteiligungshürde hat das Verfahren klar zu einer Farce gemacht, wie es ja viele Deutsche Datenschützer vorher schon prognostiziert hatten.
Aber werden wir jetzt nach dieser Pleite in unserem Nutzerverhalten etwas ändern?
Für mich erscheint es als ziemlich unwahrscheinlich, dass wir als Mitglieder auch nur die geringste Kleinigkeit darin ändern werden – denn irgendwie ist es uns doch auch egal, was genau mit unseren Daten passiert.
Denn da gibt es dann noch die andere Seite…
Die Aufruhr gegen das massenhafte und verschleierte Verwenden unserer Daten ist groß, aber das Abstimmungsergebnis ist auch irgendwie ein felsenfester Beweis dafür, dass es den meißten doch egal ist…Würde das Thema Datenschutz für sie von großer Interesse sein, hätten sie sich in diesem Punkt möglicherweise informiert. Vielleicht wollte Facebook mit dieser Abstimmung diese passive Haltung unter Beweis stellen?
Der eigentliche Wert von Facebook sind doch die User und deren Daten, werden diese hintergangen (unzureichend informiert) wie es bei den Daten-Richtlinien und den Nutzungsbedingungen der Fall war, so kann ein solches “Soziales Netzwerk” schnell in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Wenn man den Börsengang mit einbezieht befindet sich Facebook gerade auf einem dünnen Eis. Die Aktionäre möchten innovative Produkte, die den Unternehmenswert steigern, andererseits verärgert das “Soziale Netzwerk” ihre User indem sie Richtlinien sowie Nutzungsbedingungen ändern und die publizierung klein halten. Dabei sollte das Unternehmen daran denken das wir (die User) mit unseren Daten und Aktionen das Kapital bilden.
Die Abstimmung ergab am Freitag jedoch, dass nur 0,38 % der insgesamt 900 Millionen Nutzer sich beteiligten. Für eine Einschränkung hat Facebook jedoch eine Mindestbeteiligung von 30 % vorrausgesetzt. Ich selbst bin Facebook Nutzer und habe nichts von der Abstimmung mit bekommen. So wäre es ein leichtes gewesen jedem Nutzer eine Information zukommen zu lassen. Vielleicht ist es auch die Geschäftsidee hinter “Sozialen Netzwerken”, die ein solches Verhalten begründet. Wenn Facebook so weiter macht und die User weiter verärgert könnte sich am Ende google+ über Zuwachs freuen. Denn ein Soziales Netzwerk kann schnell substituiert werden (siehe StudiVZ).
Ich selbst habe von der Abstimmung auch erst vor kurzem erfahren – und zwar nicht von Facebook selber!
Dass die Plattform den Usern ein Gefühl von Zugehörigkeit, Entscheidungsrecht und Integration vermitteln will, dafür aber die so hoch gesetzte Mindestzahl der Stimmen zur Umsetzung der neuen AGBs sehr unwahrscheinlich zu erreichen ist, brauch ich wohl bei all den Kommentaren nicht mehr anzusprechen.
Mir stellte sich eher auch die Frage:
Wenn Medien aller Art als Informationsweitergabe dienen – was lief dann hierbei falsch?
Als die Chronik an den Start ging wurden sämtliche Diskussionen in den Printmedien, im TV, ect publik gemacht und standen in der Öffentlichkeit. Vermutlich musste Facebook seine Nutzer kaum mehr selbst darüber informieren, da man von allen Seiten davon hörte. (Mal im Ernst, meine Großeltern, die nicht einmal über einen Internetanschluss und PC verfügen, berichteten mir zu der Zeit davon!)
Was steckt also dahinter dass auf einmal der Großteil der Medien keinen Mucks über ein eigentlich heiß diskutiertes und wichtiges Thema machen?
Eigennutz? Weil sie an weniger Daten kommen könnten?
Meiner Meinung nach sollte man in der Sache nicht nur auf Facebook herumhacken, sondern auch mal ein Auge auf die werfen, die hinter dem Ganzen stehen.
Ich seh das jetzt ein bisschen anders, wenn facebook auf ihrem eigenen Medium facebook.com nicht ausreichend Informationen stellen sodass jeder Nutzer von der Umfrage mitbekommt, kann man meiner Meinung nach nicht auch andere Medien dafür verantwortlich machen. Denke auch nicht dass hier aus Eigennutz nicht berichtet wurde.
Klar liest man extrem oft irgendwelche Meldungen die mit facebook zu tun haben, wie beispielsweise vom Börsengang, aber wenn in einem Beitrag um Millionenbeträge wird man eher aufmerksam wie wenn etwas über eine Abstimmung berichetet wird.
Ich möchte auch nicht alle anderen Medien jetzt schlecht darstellen oder sie verurteilen.
Aber ich finde es eben schon recht eigenartig wenn wegen Themen minderer Wichtigkeit ein “Hype” gemacht wird, aber bei etwas solch Wichtigem man überhaupt nichts davon hört. Man hätte ja dann auch davon ausgehen können dass die Nachrichten darüber berichten dass Facebook “vorne hui hinten pfui” mit ihrer Abstimmung handelt, o.ä., aber man hat wirklich von NICHTS gehört.
Das wundert mich schon sehr und würde mich auch interessieren weshalb das so ist.
Möchte auch klarstellen dass ich Facebook nicht in Schutz nehmen möchte, in der ganzen Sache mit der “Verheimlichung” und Regelung der Abstimmung kann ich mich dem Großteil der Vorrednern nur anschließen. Wie gesagt “vorne hui, hinten pfui”.
Man sollte diese ganze Geschichte echt nicht zu einseitig betrachten.
Klar war es ja irgendwie die Aufgabe Facebooks uns über diese Abstimmung außreichend zu informieren. Aber mal ehrlich, sie können sich das (momentan noch) leisten. Denn hat sich irgend etwas in unserem Nutzerverhalten nach diesen ernüchternden Abstimmungen geändert? Nein, wir nutzen alle weiterhin das soziale Netzwerk, als wäre nichts gewesen… Wir lassen dieses großteils völlig unkorrekten Handlungen weiterhin über uns ergehen!
Man sollte aber hier auch etwas über den Tellerrand hinausblicken. Wieso wurde in den anderen Medien nie darüber so richtig Bericht erstattet wo wir ja eigentlich in einem noch so digitalen Zeitalter leben, wo Neugikeiten und Informationen sich in windeseile verbreiten?
Man könnte sich da jetzt echt alle möglichen Verschwörungtheorien und Hirngespinste ausmalen, aber irgendwie find ich das ganze ja schon ein bisschen merkwürdig.
Denken wir mal ein bisschen weiter…
Würde zum Beispiel der Datenschutz weiter ausgebaut werden ( zum Vorteil der Nutzer ), würden viele wichtige Informationen zu Lebensweisen, Konsumverhalten… der Nutzer verloren gehen, die für die Unternehmen wichtigen Verbindungen zum Kunden werden unterbrochen, ebenfalls würden sie uns als heutzutage ja doch recht wichtigen Werbeträger im sozialen Netzwerk verlieren.
Auch ich habe erst nach der Abstimmung davon erfahren. Eigentlich hat Faecbook eine gute Marketingstrategie, um alle Menschen zu erreichen. Und in anderen Fällen funktioniert das ja auch. Ich glaube, dass Facebook diesmal einfach keine Aufmerksamkeit darum machen wollte, also ist es auch kein Eigentor.
Momentan gibt es kein anderes Netzwerk, dass die gleichen Funktionen wie Facebook anbietet und gleichzeitig auf der ganzen Welt bekannt ist. Sollte Facebook allerdings weiterhin Informationen zurück halten und so offen mit den Daten der Nutzern umgehen wird es ein Konkurent mit ähnlichem Funktionsumfang leicht haben. Ich denke, dass viele Nutzer sich sehrwohl Gedanken über den Datenschutz in Facebook machen, aber einfach die alternative fehlt. Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis Facebook seine Nutzer an ein anderes Netzwerk verliert.
Ich möchte mit meinem Kommentar leicht in eine andere Richtung steuern. Ich bin niemand, der Facebook dafür verurteilen würde, dass sie versuchen Geld zu machen, wozu für sie auch das Anpassen der TOS gehört um die Userdaten noch besser verwenden zu können.
Natürlich ist die im Artikel beschriebene Abstimmung nur ein Schachzug um sich anzubiedern und um zu vermitteln, dass sie sich um ihre Nutzer und deren Meinung scheren. Die Gültigkeitslimitierung lässt das Ganze aber natürlich lächerlich erscheinen und macht es hinfällig.
Aber hier möchte ich folgendes Szenario in den Raum stellen: Facebook stellt tatsächlich, wie von einigen anderen vorgeschlagen, eine globale Meldung an alle Mitglieder ein, inklusive dem Hinweis, dass 300 Millionen Stimmen benötigt werden. Würde daraus eine größere Anzahl an Stimmen resultieren als bei der vorliegenden Abstimmung gezählt werden können? Ja, höchstwahrscheinlich, da einige User, die Interesse an Mitbestimmung haben, dank Facebooks ironischerweise sehr schwachen Mitteilungsbedürfnis nicht von der Abstimmung erfahren haben.
Würde die Anzahl Stimmen aber auch nur annähernd an die 300 Millionen herankommen? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage, nein, auf keinen Fall.
Wäre ein so ehrliches, offenes Verfahren mit einem so eindeutigen Ergebnis (das mMn. Ziemlich wahrscheinlich ist) nicht eine exzellente Legitimation für Facebook, so viel an den TOS und der Privatsphäre der User herumzuschrauben wie sie wollen? Denn offensichtlich kümmern sich die meisten User nicht um die Sicherheit ihrer Daten und um das, was jenseits der Benutzeroberfläche liegt. Was wiederum heißt, dass die TOS, wie auch immer sie geartet sein mögen, keine wirkliche Gefahr für Facebook darstellen – wenn etwas den Netzwerkgiganten bedrängen kann, ist es eine neue Plattform mit attraktiverer Benutzeroberfläche. Denn was der User nicht sieht, interessiert ihn größtenteils auch nicht.
Irgendwo haben sich die Nutzer da aber auch selber ein Eigentor geschossen. Mir viel auf, dass es vielen einfach zu blöd war da abzustimmen! Ich hatte es damals selber auf meinem Profil gepostet und meinen Freunden mitgeteit sie sollten schleunigst abstimmen. Kurze Zeit später habe ich einge gefragt ob sie es es gemacht hätten. Zurück kam nur ein genervtes Gähnen. Es würde ja sowieso nix nutzen. Wenn man es so sieht nein natürlich nicht, aber wo kommen wir denn bei so einer Einstellung hin?! Ich muss zugeben ich war etwas enttäuscht. Ich dachte es wäre nicht schwer in Facebook eine Welle lozulösen und mehr User zum Abstimmen zu bewegen, aber da lag ich wohl sehr falsch.
Im Übrigen denke ich, da Facebook die neuen Richtlinien durchsetzen wollte, war es auch daran interessiert, dass so wenige wie möglich davon erfahren und abstimmen.
Ich persönlich habe von der Abstimmung übrigens über das Nachrichtenjournal der ARD erfahren. Hier gab es also schon eine gewisse öffentliche Informationsweitergabe.
Fakt ist, es wäre desweilen nicht besonders schwer für einen neuen Social-Network Anbieter Facebook den Rang abzulaufen, hört man doch von allen Seiten nur Kritik.
DIe Idee User abstimmen zu lassen klingt zunächst sinnvoll, jedoch sieht dies in meinen Augen, eher wie eine gezwungene Maßnahme der PR-Abteilung aus. Die Einschränkung der Abstimmung verdeutlicht diese Meinung und bestätigt die Gleichgültigkeit von Facebook gegenüber den wirklichen Interessen seiner Community. Es wird Zeit, dass soziale Netzwerke erscheinen, die die Rechte seiner User berücksichtigen und einen sicheren Datenstrom gewährleisten.
Wenn man die Zahlen der Leute vergleicht, die abstimmen müssten und die die tatsächlich daran teilnehmen ist es doch ein Witz. Zumal heutzutage fast jeder einen FB Acc hat, doch wer nutzt diesen tatsächlich, wer ist an solch einer Abstimmung interessiert und das was eigentlich am wichtigsten ist – sind wir als User überhaupt machtvoll genug um überhaupt etwas an den AGB’s zu ändern bzw. mitzureden? Wer sind wir für die, dass wir da Mitspracherecht haben. Einfach nur sinnlos diese “Abstimmng” – Titel sagt schon alles…”Das Eigentor von Facebook”…
Facebook hat bezüglich dieses Themas kalkuliert, wie ein “Standard-Unternehmen”, welches versucht gestiegene Preise, seinen Kunden schön zureden. Außerdem versuchen sie durch die Abstimmung den Usern zu vermitteln, dass sie auch etwas in Facebook bewirken können. Denn sie haben nirgends genaue Angaben gegeben wo man an dieser Abstimmung teilnehmen kann, das kann ich deshalb so sagen da ich selbst ein Facebook Nutzer bin und es auch mehrmals täglich benutze. Jedoch sieht man hier auch, dass es das gleiche Thema wie bei der ” Chronik” ist. Die meisten waren dagegen jedoch konnten sie nicht viel dagegen ausrichten. Deshalb finde ich die Überschrift des Artikels auch sehr angemessen da es das Verhalten von Facebook zum jetzigen Zeitpunkt beschreibt.
Man hört oft wie genervt viele User sind, jedoch gibt es eine Tatsache, die Facebook auch auszunutzen weiß: Keiner löscht deshalb seinen Account!
Zufällig an einem Abend wo SternTV lief, wurde ich auf die Abstimmung für die Facebook-AGBs aufmerksam. Dann die Überforderung – ein aktiver FB-Kritiker zeigte wie man über die Seite ‘Facebook Site Governance’ nach tausend Klicks zu der Abstimmung kam. Hab ich mir das merken können? Nein! Und das wurde wohl gewollt/gekonnt so eingestellt. Ich denke nicht dass die User geschätzt werden, wobei man betonen muss, dass es FB ohne uns User nicht gebe – wir liefern die Inhalte und sorgen für den Netzwerkeffekt. Ich konnte zwar nicht abstimmen, aber inwiefern sich die Richtlinien ändern ist mir momentan noch gleichgültig. Denn ich als Nutzer kann entscheiden wieviel ich meiner persönlichen Daten veröffentlichen möchte z.B. ich musste ja nicht einmal meinen Vor-und Nachnamen preisgeben, wozu auch.
Solang kein Konkurrenz auftaucht (die vll.noch Datenschutz garantiert) sind wir User gezwungen nach der Pfeife von FB zu tanzen. Und dass die Abstimmung so mager ausfallen würde, war klar. Wie viele es schon vorher angesprochen haben – wenn dann hat man zufällig mitbekommen dass überhaupt sowas stattfindet.
Was Facebook hiermit macht ist ein schlauer Schachzug. Das Unternehmen plädiert sowieso schon lange dafür das alles was den Datenschutz in Facebook angeht sehr weit hergeholt und maßlos übertrieben ist. Diese Abstimmung kann in den Medien wieder hochgepriesen werden das man transparenz im Social Media Sektor geben will und die User selbst entscheiden können was mit den Daten gemacht wird.
Das scheint im ersten Anschein aber auch so wenn man dann genauer hinschaut, wird klar das es einfach nur PR ist die effektiv gesehen keinen Effekt hat. Facebook hat durch die vielen Usern das enorme nutzen des Netzwerkeffektes, wieso sollte sich Facebook bei dieser Machtstellung auch reinreden lassen?
Facebook hat viel zuviele User die auf ihr Netzwerk angewiesen sind, deswegen Intressiert es sie auch wenig wenn ein paar sich beschweren das zuviele Daten preisgegeben werden.
Das ganze Wirrwarr in facebook hört einfach nicht auf…Immer wieder gibt es neue (längere) Nutzungsbedingungen- immer wieder ignoriert man die Datenschützer, die Nutzer und alle anderen die ein wenig bis sehr viel Kritik an diesem (börsenorientierten) Unternehmen üben. Kritik- Kritik- Kritik. Was macht facebook? Eine Abstimmung- bei der 270 Millionen Menschen, Tiere, Gegenstände, Clubs, Organisationen etc etc mitmachen sollen- von den rund 900 Millionen. Ja, das ist Demokratie…oder doch Demokratur? Immerhin sorgen sie mit den neuen Nutzungsbedingungen für mehr “Transparenz”. Die Änderung der Nutzungsbedingungen beinhaltet nicht nur, dass facebook z.B. Statusmeldungen, Links und Fotos dazu verwenden kann, um personalisierte Werbung zu zeigen- nein…- die Regelung ermöglicht dem Konzern auch weitgehender Daten nutzen zu können, falls sich das Angebot des Konzerns weiterentwickelt. Und jetzt weiß es ja jeder auch und kann sein Profil “deaktivieren”, wenn es einem nicht passt… Alle Meldungen, rund um facebook, sind zu 99,9% ein Gewinn für facebook und ein Verlust für die Nutzer dieser Community. facebook lässt die Leute abstimmen- ohne, dass es jemand mitbekommt…Nur die natürlich- die sich auch ein wenig damit befassen…Ich weiß nicht wie das enden soll, aber wahrscheinlich enden solche Geschichte irgendwann so, dass andere (Google + etc) daraus womöglich “lernen” und besser agieren, als dieser Riese… Im Großen und Ganzen sind die Abstimmung- aber auch die Nutzungsbedingungen der Community ein Verbrechen…Dieses Konzern ignoriert den Datenschutz und somit unsere persönlichen Rechte.
Ich denke auch, dass den Usern nur das Gefühl gegeben wird, selbst mitgewirkt zu haben und dass anscheinend die Meinung der User zählt. Aber wenn das erst berücksichtigt wird, wenn ein Drittel aller Facebook-Nutzer ihre Stimme abgegeben haben, ist das alles ziemlich unrealistisch, dass überhaupt die Meinung der User zählt.
Einige können überhaupt Facebook richtig nutzen wie z.B. Nachrichten versenden, Bilder hochladen und vielleicht Veranstaltungen erstellen. Man sieht doch, dass es den meisten an Interesse mangelt, was mit ihren eigenen Daten passiert. Vermutlich ist es dem Einen oder Anderen gar zu anstrengend, bei der Abstimmung überhaupt teilzunehmen.
Dennoch bin ich der Meinung, dass Facebook alles viel leichter hätte machen müssen. Sie hätten damit auf der Hauptseite werben müssen und somit könnten sie auch ihrem schlechten Image etwas entgegenwirken.
Facebook will mit der Abstimmung über die AGB‘s, den Usern das Gefühl vermitteln, sie hätten auch etwas mitzureden. Aber die Bedingung, dass ein Drittel der mehr als 900 Millionen Usern an der Abstimmung teilnehmen muss, erklärt alles und zeigt, dass dies nur vom Börsenflopp und dem angeschlagenen Datenschutz-Image ablenken soll. Außerdem wird nirgendswo angegeben wie man an dieser Abstimmung teilnehmen kann, welches meine Aussage bestätigt.
Obwohl FB von seinen Usern lebt und eigentlich deren Wünsche und Kritik ernst nehmen sollten, ist es ihnen egal, denn sie wissen, dass viele auf FB angewiesen sind und ihren Account niemals löschen würden. Dies scheint sich auch in der Zukunft nicht zu ändern. Zumindest so lange nicht, bis FB Konkurrenz bekommt, die den Usern einen besseren Datenschutz bietet.
Facebook nutzt diese Abstimmung weniger als wirkliche Umfrage mit Konsequenzen sondern als „Publicity Gag“. Die immer größer werdende Diskussion zum Thema Facebook und Datenschutz zwingt Facebook zu Aktionen wie dieser, zum einen um den User denken zu lassen, dass er die Kontrolle besitzt, zum anderen aber auch bestimmt als eine Art Schutz Mechanismus vor der Kritik. Immer wenn das Argument Datenschutz zur Sprache kommt, kann Facebook sich jetzt jeder Verantwortung entziehen mit der Rechtfertigung „Du hast darüber entschieden“.
Eine solche Entscheidung über den Datenschutz kann erhebliche Folgen bis hin zur Stufe der Unternehmensführung haben, da ist es nur logisch, dass Facebook nicht will das jemand anders (die Mitglieder) darüber entscheidet. Deswegen sorgt Facebook natürlich nicht für genügend Informationen über solche Abstimmungen, denn das würde für Facebook bedeuten, das Ruder aus der Hand zu geben.
Es ist faszinierend…
In letzter Zeit häufen sich fast wöchentlich Negativschlagzeilen bezüglich Facebook und doch, aktuell kann man sich kaum vorstellen, was der Autor in seinem letzten Satz prophezeit: Eine (digitale) Welt ohne Facebook Dominanz.
Und das, obwohl es zweifellos genug Kritik an FB gibt, die meines Erachtens schwerwiegender kaum sein könnte. Datenschutz wird lächerlich gehandhabt, der gläserne User wird propagiert. Obwohl es doch mehr als genug Gründe gibt, warum die Mehrheit der Leute in der ganz allgemeinen Diskussion rund um Internet Moral und digitale Regeln FÜR Anonymität im Netz sind.
Bestes Beispiel ist die aktuelle FB Umfrage an Nutzer, ob ihre Freunde Realnamen nutzen. Der Aufschrei ist ob dieser „Stasi Methoden“ nicht umsonst groß. Auch wenn angeblich keine Konsequenzen für die Profile der verratenen Freunde zu befürchten sind. Anonymität ist eine der wichtigsten Eigenschaften des Internets, denn nur dadurch können viele Leute überhaupt frei ihre Meinung äußern, ohne entsprechende Verfolgung oder ähnliche Konsequenzen zu befürchten. Siehe die Wiki-Leaks Affäre oder Anonymus Vorkommnisse: Sobald Namen oder ähnliches bekannt waren, klopfte auch schon die entsprechende Staatsmacht an der Tür. Von Ländern wie China und co. brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Aber auch für „gewöhnliche“ Nutzer birgt so etwas Gefahren, wie etwa die Verfolgung durch Stalker oder die möglichen Konsequenzen ala „Schufa Spitzel“.
Dass das Thema jedoch nicht einseitig betrachtet werden sollte ist klar. Anonymität verleitet Leute natürlich auch umso schneller dazu, Dinge zu schreiben, die sie sonst nicht geschrieben hätten. In Sachen Online-Mobbing ist dies zum Beispiel ein begünstigender Faktor. Und manchmal ist es auch im Internet wichtig Gesicht zu zeigen, speziell im unterdrückenden System, wo dadurch ein Zeichen gesetzt wird.
Meiner Meinung nach ist aber die Freiheit des Internets, eben auch in Sachen Selbstbestimmung bezüglich der Anonymität, hier von größerer Bedeutung als einzelne Störenfriede, die sich dank der gegebenen Freiheit daneben benehmen. Das führt mich wieder zum Ausgangspunkt rund um Facebook: Das Unternehmen muss sich bewusst sein, dass es trotz all seiner „Macht“ immer mehr gegen die Wünsche der Nutzer agiert und irgendwann fallen könnte. Das geht aber nur, wenn die Massen an Nutzern sich dessen endlich einmal bewusst werden: Es gibt ein Leben vor/ohne und nach Facebook! Es bedarf „lediglich“ einer neuen Plattform, die sich wirklich den Nutzern verschrieben hat und deren Interessen vertritt. Ist diese erst einmal da, so könnte Facebook durchaus von innen heraus zerfallen, oder zumindest mächtige Konkurrenz bekommen. Wenn Könige das Volk schlecht behandeln, müssen sie die Konsequenzen tragen… und Vorkommnisse wie die der Nutzerumfragen-Farce werden irgendwann den Thron zum bröckeln bringen.
Letzten Endes scheint es mir eine reine Image-Farce zu sein. Man gaukelt den Nutzern vor, sie hätten ein Mitspracherecht und schaut man genau hin, lässt sich im Grunde genommen doch niemand wirklich was sagen (aus zahlreichen mehr oder weniger standhaften Argumenten). Vielleicht wollte man damit die durch die Datenschutz-Angelegenheit angekratzte Vertrauenslage etwas aufpolieren.
Eigentlich fügt sich das jedoch alles in das Gesamtbild, das ich von Facebook habe. Das Gros der User zieht keine Konsequenzen, statt sich einfach abzumelden macht man dies und jenes (Sicherheitsstufen einstellen…).
„Datenverwendungsrichtlinien“ an sich ist auch ein nettes Wort, denn Richtlinien sind keine Gesetze, also könnte man bestenfalls darüber abstimmen, was gut oder richtig wäre, jedoch nicht über das, was dann letzen Endes faktisch umgesetzt wird. Es gibt nichts umsonst und bei „gratis-Diensten“ etc. wie Facebook zahlt man eben mit seinen Daten. Mit der Einwilligung, dass Facebook diese speichern und nutzen darf, ist das Unternehmen datenschutzrechtlich für viele Aktivitäten abgesichert (AGBs).
Ich als täglicher Facebook Nutzer habe nur zufällig durch einen Freund erfahren dass diese Abstimmung möglich ist, nur leider zu spät. Facebook wollte mit dieser Aktion wie viele andere Unternehmen einfach nur UNS blenden und zeigen dass sie sich um uns kümmern und unsere Meinung von Bedeutung ist .Die fehlenden Werbemaßnahmen zeigen ja mehr als nur deutlich wie sehr Facebook, wollte das wir von dieser Abstimmung erfahren. In diesem Sinne empfinde ich das nicht als Eigentor vielmehr glaube ich das ein Großteil der Community sich kaum um Datenschutz kümmert und nicht weis was hinter dem Prinzip Facebook steht.
Ich stimme der allgemeinen Entrüstung zu diesem Thema zu. Facebook hatte schon genügend schlechte Nachrichten zum Thema Datenschutz, sodass Facebook die Abstimmung –wie vom Autor bereits ausgeführt- positiv hätte nutzen können und müssen. Ein Großteil der mir bekannten Nutzer hat nichts von dieser Abstimmung mitbekommen- und wenn Facebook gewollt hätte, dass diese Abstimmung allgemein bekannt und genutzt werden sollte, hätte es eigene Wege gehabt, das auch durchzusetzen.
Es ist eine Farce, dass bei einem so großen Unternehmen solche „Verschleierungstaktiken“ und Mogeleien vorgenommen werden und nicht vor Entrüstung alle Nutzer aufbegehren. Hier sehe ich also auch die Nutzer in der Schuld, weil sie sich nicht gegen Facebook auflehnen, um mehr Datenschutz zu erwirken. Auch ist meiner Meinung nach der Verbraucherschutz gefragt, solche wichtigen Abstimmungen bei Social Media zu unterstützen und publik zu machen, da es hier um Datenschutz geht und sich eventuell viele Nutzer (vor allem jüngere Generationen) nicht im Klaren darüber sind, warum Datenschutz wichtig ist.
Ich persönlich halte diese Wahlaktion von Facebook für einen einzigen großen öffentlichkeitswirksamen PR-Auftritt. Eine Wahl bei dem das Ergebnis schon im Vorhinein klar ist bedeutet für mich keine freie Wahl. Diese Aktion dient ausschließlich und allein in dem Bestreben die in letzter Zeit häufiger auftretenden „Negativ-Schlagzeilen“ bezüglich den Datenschutzbestimmungen von Facebook entgegenzuwirken.
Ich stimme Mathias hier nur zu. Facebook hätte es Verwenden können, um ein bisschen die negativen Schlagzeilen zu verbessern, doch dies wurde nicht annähernd in Erwägung gezogen.
Klar ist auch darüber nachzudenken, dass sich die Nutzer währen müssten und ihren Unmut bzw. ihre Wut bekannt zu machen. Doch ich gehe davon aus, dass vielen dieses Thema mit der Abstimmung und auch diese Diskussion über Datenschutz nicht bekannt sind. Das ist nach der heutigen Zeit und nach den Möglichkeiten der Kommunikation nicht nachzuvollziehen.
Facebook hat sich hier mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert. Über die neuen AGBs per Abstimmung entscheiden zu lassen ist von der Grundidee her eine gut Sache. Jedoch ist diese nichts Wert, wenn niemand von dieser Abstimmung etwas mitbekommt. Und dann noch ein Drittel an abstimmenden Personen zu fordern ist eine Frechheit! Viele Nutzer geben vieles Preis in diesem Netzwerk, da sie dem Unternehmen auch ein Stück weit Vertrauen. Gerade Facebook hätte es daher nötig den Nutzern ein wenig offener zu begegnen. Doch durch solche Aktionen wird eher Misstrauen erzeugt.
Allerdings muss man den Nutzern selbst auch eines vorhalten: Facebook selbst wäre das beste Mittel gewesen, um diese Abstimmung bekannt zu machen und andere dazu zu bewegen mitzumachen. Läge den Nutzern wirklich so viel an diesem Thema, wäre es vielleicht möglich gewesen etwas zu erreichen. Wobei es selbst dann noch schwierig geworden wäre das Drittel zu erreichen.
Facebook und Datenschutz sind zwei Dinge die man kaum vereinbaren kann.
Aktuell wurden ja die neuen Richtlinien für Nutzung und Datenschutz kritisiert, die besagen, dass alle Daten von Facebook-Nutzern, als auch die sogenannten Social Plugins wie der „Gefällt mir“ Button länger gespeichert werden können. Das Facebook – Unternehmen mit Sitz in Irland fügte dabei noch hinzu, dass Facebook der verantwortliche Dateninhaber für alle persönlichen Informationen der Nutzer ist. Facebook sagt damit aus, das alle Nutzer keine Eigentümer über ihre eigenen persönlichen Daten sind und somit enteignet werden. Für Datenschutzrechtler wie Max Schrems ist das ein „NO GO“ und deshalb fordert er mehr Transparenz und die Beschränkung der Nutzung und Speicherung persönlicher Daten. Mit seiner Seite „Europe versus Facebook“- Im Kampf für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei Facebook, hat er erreicht, das Facebook seine geplanten neuen Datenschutzrichtlinien nicht ohne Befragung der Nutzer durchsetzen kann und deshalb stellte Facebook den Entwurf ins Netz.
Nun konnten die Nutzer Online also über die neuen Richtlinien des Online- Netzwerks abstimmen. Die Beteiligung war jedoch viel zu niedrig und selbst davon war die Mehrzahl der Nutzer glücklicherweise gegen die neuen Datenschutzrichtlinien von Facebook und forderten die Verbesserungsvorschläge von „Europe versus Facebook“, indem sie die Links dazu weiter „posteten“. Facebook jedoch setzte die neuen Datenschutzrichtlinien dennoch um. Somit schiesst sich Facebook im wahrsten Sinne des Wortes ein eigenes Tor. Die Veröffentlichung wurde auch sehr deskret gehalten, denn auch ich als “tägliche Nutzerin” wie auch andere hier, habe nichts von diesem Geschehen mitbekommen.
Wir sollen also ein Mitspracherecht haben und dennoch zieht Facebook das durch, was seinen Vorteilen und wünschen entspricht. Alles also nur eine Image Angelegenheit.
Ganz abgesehen davon, ob die neuen oder die alten Nutzungsbedingungen nun besser waren oder nicht. Der gänzliche Ablauf der Abstimmung war eine Farce. 270 Millionen Nutzer hätten theoretisch für eine Änderung abstimmen müssen. Im Gegensatz dazu stehen etwa 2,1 Millionen Nutzer, die theoretisch überhaupt etwas von dieser Abstimmung wissen.
Wenn Facebook seine Nutzer wirklich an der Mitgestaltung der Nutzungsrichtlinien teilhaben lassen wollte, dann wäre solch eine Abstimmung für jeden klar ersichtlich gewesen bzw. schon viel früher, wahrscheinlich sogar in einer anderen Form, geschehen. Mit dieser Aktion wollte Facebook sich lediglich vom Image des Anti-Datenschützers entfernen. Dieser Versuch ist gescheitert.
Facebook eine Hassliebe. Natürlich hatte Facebook jede Möglichkeit gehabt zu informieren, sei es durch Einblendungen von Mitteilungen oder E-Mail. Warum hat Facebook das nicht gemacht? Na ist doch klar, weil die es eben nicht wollen. Deswegen war die “Abstimmung” auch über eine interne Facebook Seite geregelt worden bei der man Kommentare hinterlassen sollte. Komplizierter geht es eben nicht. Es wäre ein leichtes gewesen eine repräsentative Umfrage zu organisieren, durch ein kleines Pop Up Fenster.
Aber Facebooks Unternehmenspolitik ist ja bekannt, deswegen sollte es eben nicht verwundern. Es werden ja auch Updates gemacht ohne den Nutzer über diese aufzuklären. Facebooks Politik gleicht einer Scheindemokratie. Optionen zum wählen ja, aber dann so das der Willen des Unternehmens durchgesetzt wird.
Man sollte meinen das Facebook, ein Unternehmen welches rein auf Social Media beruht diese auch in und auswendig kennt. Das Unternehmen macht aber alles falsch. Keine Transparenz, kein Dialog, Kunden sind “Sachen” die Werbeeinnahmen bringen. Aus diesem Grund wird es auf jedenfall Facebook nicht schaffen die Marktführerschaft zu halten, so lange sich an dieser Haltung nichts ändert.
Facebook scheint seine Marktmacht auszunutzen, macht diese Rechnung aber anscheinend ohne Beachtung ihrer Nutzer. Es bleibt auf lange Sicht zu beobachten in wie fern die breite Masse diese Entwicklung mitmacht. Das Unternehmen kann nicht ständig über Leichen gehen, ohne dass sich die Nutzer davon vergraulen lassen.
Schließlich gibt es mit Google+ große Konkurrenz auf dem Marktet der “Social Media”. Und der Konkurrent Google kann bis jetzt mit einem sehr guten Image glänzen.