“Digital Natives” als fortlaufender Prozess
July 9, 2012 in Consumer behavior, Digitalisation, Innovation, Mobile, Social Media
Als Marc Prensky 2001 die Begriffe „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“ geprägt hat, waren die Begriffe schlüssig und die Unterteilung durchaus nachvollziehbar. All diejenigen, die nach 1980 geboren sind, gehören zu der Gruppe der „Digital Natives“, da sie direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden. Alle anderen gehören zur Gruppe der „Digital Immigrants“. Sicher, über die Eingrenzung anhand des Jahres 1980 kann man diskutieren, aber im Großen und Ganzen passt das schon.
Unterschiede zwischen „Digital Natives“ und „Digital Immigrants“
Basierend auf dieser Definition gibt es seitdem eine Vielzahl von Studien und Abhandlungen, die untersuchen, inwiefern sich diese beiden Gruppen voneinander unterscheiden. Und alle Studien kommen zu dem nicht überraschenden Ergebnis, dass sich die beiden Gruppen vor allem in der Mediennutzung unterschieden. Das gilt sowohl für die Nutzungsdauer und die Nutzungsart (stationär, mobil) als auch für die genutzten Inhalte. „Digital Natives“ nutzen das Internet nach dem Motto „Ich surfe also bin ich“. Sie gestalten das Internet aktiv mit und leben ihr Leben häufig öffentlich im Rahmen ihrer Communities auf Facebook & Co. Im Vergleich zu den „Digital Immigrants“ vertrauen Sie den neuen Medien und machen sich über eventuelle Sicherheitsrisiken keine Gedanken.
Soweit, so gut. Doch gibt es wirklich diese eine Gruppe der „Digital Natives“? Kann man wirklich alle nach 1980 geborenen User als homogene Masse in Bezug auf ihre Mediennutzung ansehen? Und wenn ja, ist die Einteilung basierend auf einer Jahreszahl noch zeitgemäß?
Definitionen nicht mehr zeitgemäß
Die Antwort lautet eindeutig „Nein, diese eine Gruppe gibt es nicht“. Wenn man sich überlegt, welche rasante Entwicklung das Internet und – vor allem in den letzten Jahren – die mobile Technik erfahren haben, dann kann es nicht sein, dass jemand, der z.B. 1982 geboren wurde, mit jemandem, der z.B. 1999 geboren wurde, in dieser Hinsicht gleichgestellt wird. Während Mitte der 90er Jahre das World Wide Web und die E-Mail-Kommunikation sich zum Massenmedium zu entwickeln, sind sie heute für einen 13jährigen gelebte Alltagsrealität. Dies wird häufig von der Schule vorausgesetzt, wenn nicht sogar in der Schule gelehrt. Es gehört heute fast schon zu Standard, dass Kinder und Jugendliche in der Schule ein Handy dabei haben und ggf. über die sozialen Netzwerke kommunizieren. Es ist hier also deutlich zwischen diesen beiden Personen zu unterscheiden, vielleicht in „Digital Native A“ und „Digital Native B“.
Doch sprechen wir von einem fortlaufenden Prozess. Die 4-6 jährigen, für die es heute schon selbstverständlich ist, auf einem Touchpad zu navigieren und „verzweifelt“ mit ihrer Hand über den Fernseher wischen und sich fragen, warum nichts passiert, sind schon die Gruppe der „Digital Natives C“. Das wiederum bedeutet, dass es immer wieder neue Gruppierungen innerhalb der „Digital Natives“ geben wird. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Eingruppierung der User an die Entwicklung der Technologien zu koppeln:
- Web 1.0 => „Digital Natives A”
- Web 2.0 => „Digital Natives B“
- Web 3.0 => „Digital Natives C”
Auf jeden Fall ist damit klar, dass eine solche Definition immer erst im Nachhinein getroffen werden kann. Ob dann noch Jahreszahlen relevant sind oder wie diese zugeordnet werden können, muss noch untersucht werden.
Fazit
„Digital Natives“ sind nicht gleich „Digital Natives“. Dazu schreitet die technische Entwicklung zu schnell voran. So sollte man sich Gedanken machen, wie die Einteilung sinnvoller und nachhaltiger gestaltet werden kann. Zumal auch die persönliche Medienkompetenz bei der Definition nicht außer acht gelassen werden sollte. Laut Definition bin ich ein „Digital Immigrant“, allerdings fühle ich mich wie ein „Digital Native B oder C“. Hier ist nicht zuletzt auch die Wissenschaft gefordert.
Autorenprofil von Martin Wysterski
Meiner Meinung nach, darf man die Leute, die im Jahre 1980 geboren sind, und die Leute der heutigen Generation nicht auf eine Stufe stellen und gleichzeitig die 2 Generationen in 3 Gruppen Digital Natives: „A“, „B“ und „C“ unterscheiden. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich feststellen, dass einige Leute im Alter zwischen „20“ und „28“ in Social Communities nicht präsent sind und haben keine Lust auf den Kauf von neuen Handy- und Lap-top-Modellen. Sie folgen nicht den Trends; sie haben andere Prioritäten im Leben. Ich habe selbst Bekannte, die aus persönlichen, finanziellen oder gesundheitlichen Gründen keine „Digital Natives“ sind. Bei den kleinen Kindern (4-6 Jahre) finde ich das ist Erziehungsache der Eltern. Sie sollten in diesem Alter die Kinder keine Smartphones nutzen lassen.
Was den Begriff „Digital Natives“ angeht, würde ich auch bezweifeln, ob man alle Leute, die in Facebook oder Twitter angemeldet sind oder im Internet surfen, wirklich als „Digital Natives“ bezeichnen kann. Den Begriff würde ich persönlich auf die Leute beziehen, die alles Neue in den Bereichen Social Media ausprobieren und jeden Monat ein neues Smartphone kaufen, um sich dem Trend anzupassen.
Laut Definition gehöre ich zur Gruppe „Digital Native B“, aber nach dem Gefühl bin ich ein „Digital Immigrant“, weil ich nicht alle Möglichkeiten im Internet bzw. im Sozialen Netzwerk nutze.
Alles in allem kann man sagen, dass bei dieser Definition die Jahreszahl nicht relevant ist. Das hängt davon ab, wie die Person in der Gesellschaft lebt.
Ich muss dir leider widersprechen, Ganna: Ich denke auch, dass es Abstufungen zwischen den „Digital Natives“ gibt.
Das sehe ich am besten an mir (20 Jahre) und meinem Bruder (13 Jahre). Ich bin zwar auch mit dem Internet vertraut und nutze Communities, aber mein kleiner Bruder, der 7 Jahre jünger ist, geht ganz anders mit dem und im Internet um als ich. Und auch bei ihm in der Schule wird mit Handys ganz anders umgegangen als bei mir – fast alle bei ihm in der Klasse besitzen ein Smartphone und diese werden (zum Teil) auch in den Unterricht miteinbezogen.
Ich finde, dass es zum Teil schon darauf ankommt wie du erzogen wirst und wie du in der Gesellschaft lebst. Aber man kann sich den technischen Fortschritten nicht mehr entziehen. Kinder bekommen schon früh mit, wie die Älteren mit Smartphones, Laptops, etc. umgehen. Und das finde ich auch gut so. Das Internet wird immer wichtiger und gerade durch den schnellen, technischen Fortschritt bekommt es auch immer mehr eine andere Bedeutung. Es ist nicht mehr nur ein Informations- und Kommunikationsmedium – vielmehr wird es eine neuer „Kulturraum“ den man aktiv mitgestalten und mitbestimmen will. Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, lernen, arbeiten, schreiben und interagieren ganz anders als die, die es nicht sind. Deswegen finde ich es gut, wenn auch Kinder schon früh damit konfrontiert werden, denn sie werden sich früher oder später eh mit all dem auseinandersetzen müssen.
Des Weiteren würde ich sagen, dass die Grenzlinie zwischen denen, die vor 1980 geboren sind und die die danach geboren sind, nicht mehr strikt trennbar ist sondern zunehmend verschwimmt, da zum Beispiel Politiker wie Angela Merkel oder Obama schon länger digitale Kommunikationskanäle aktiv nutzen.
Volle Zustimmung, dass Presnkys Definition vom “Digital Native” längst nicht mehr zeitgemäß ist. Auch meiner Meinung nach ist das Geburtsjahr ein streitbares und auch unzureichendes Kriterium, der Klassifizierung von “Digital Natives und Immigrants”. Durch eine Unterteilung der “Natives” in die “Generationen Web 1.0, 2.0 und 3.0″ wird weiter differenziert – eine für mich zufriedenstellende Definition dieses Begriffs geht darüber hinaus.
Als geeignete Kriterien für eine Definition nach technischen Gesichtspunkten erscheinen mir – weil es sich dabei um messbare Größen handelt – Mediennutzungsverhalten und Medienkompetenz. Anhand dieser beiden Punkte lassen sich verschiedene Nutzergruppen klar voneinander abgrenzen.
Die Begrifflichkeiten “Native” und “Immigrant” also Einheimischer und Einwanderer implizieren aber auch eindeutig, dass auch eine sozio-kulturelle Komponente berücksichtigt werden muss. Wikipedia sagt, eine Gesellschaft ist “ein durch die Dichte und Multiplexität sozialer Interaktionen abgegrenztes Knäuel (cluster) im Netzwerk der Menschheit” – auf Basis dieser Definition lässt sich auch eindeutig eine digitale Gesellschaft identifizieren. Den Kern dieser Gesellschafts-Hypothese bildet etwas ganz entscheidendes: einer Gesellschaft liegt immer eine Gesellschaftsordnung, ein gemeinsamer Werte-Katalog zu Grunde.
Zwei, vielleicht auch drei Punkte lassen sich identifizieren, die diese digitale Gesellschaft so grundlegend anders machen.
1. Es gibt, wenn überhaupt, nur flache Hierarchien. Stark ausgeprägte Hierarchien sind in der digitalen Welt im Grunde nirgendwo zu finden.
2. Güter sind immateriell. Content ist völlig von einem Trägermedium gelöst und steht über das Internet jederzeit zur (freien) Verfügung. Kommende Generationen werden mit Büchern, DVDs und CDs so wenig anfangen können, wie wir mit römischen Tempelinschriften. (Um allen Fortschrittsfeindlichen Bücherfreunden ihre Einwände vorweg zu nehmen: Diese These ist keinesfalls gewagt – auch der Buchdruck war Ende des 16. Jahrhunderts eine bahnbrechende technische Neuerung und zunächst als Teufelswerk verschrien. 50 Jahre später hat kein Hahn mehr danach gekräht. Angesichts der Geschwindigkeit des technischen Fortschritts im 21. Jahrhundert gebe ich dem gedruckten Buch nicht einmal mehr zehn Jahre.)
3. – Die Anonymität. Wobei dieser Punkt sicher am ehesten streitbar ist. Die Frage, ob die Anonymität im WWW einen Eckpfeiler der digitalen Gesellschaft bildet, bleibt also zu klären. Einerseits ermöglicht erst die Anonymität eine tatsächlich völlig freie Äußerung der Meinung, ohne, dass repression gefürchtet werden muss. In logischer Konsequenz findet unter dem Deckmantel der Anonymität aber auch Diskriminierung, Verleumdung und Hetze im Internet statt. Es bleibt abzuwarten, wie die digitale Gesellschaft diese Identitätskrise löst. Klarnamen-Zwang auf Facebook und die Bestrebungen von Google, Nutzern einen Klarnamen zuordnen zu können sind vielleicht wegweisend.
Langer Rede kurzer Sinn – Wir Leben parallel in zwei Gesellschaften – mit unserer digitalen Existenz (oder dem digitalen Ich, wie Sascha Lobo das einmal schön gesagt hat) in der digitalen Gesellschaftsordnung und unsere physische Existenz unterwirft sich einer nicht weniger komplexen staatlichen Gesellschaftsordnung, die in meinem Fall “Bundesrepublik Deutschland” heißt.
Um wieder auf digital Natives und Immigrants zurück zu kommen – Natives sind dann nach sozio-kultureller Definition all jene, die in diese digitale Gesellschaft hineingeboren werden. Immigrants jene, die sich irgendwann in diese digitale Gesellschaft integrieren (was nicht bedeutet, dass sie minderwertigere Mitglieder sind).
Um die Sache mit dem “Ich fühle mich aber wie ein Digital Native B oder C” nach meinem Verständnis aufzulösen, muss jetzt der Vergleich mit der Geschichte der Vereinigten Staaten herhalten. Zunächst einmal sind im Grunde alle westlichen Siedler Einwanderer/Immigrants, nach und nach bildet sich so etwas wie eine “amerikanische Identität” und erst mit der Unabhängigkeitserklärung 1776 (mehr als 150 Jahre, nachdem die Mayflower an der Ostküste Nordamerikas gelandet war) emanzipiert sich die erste Generation wirklicher “Natives” von der britischen Bevormundung.
Genau so verhält es sich mit der digitalen Gesellschaft. Im Grunde sind wir alle noch mehr Immigrants als Natives – auch, wenn wir uns im Internet zuhause fühlen. Ich wage keine Prognose, wann die Digitale Gesellschaft ihren Unabhängigkeitskrieg fechten muss (als Stichworte fallem mir ein: Reform des Urheberrechts, international einheitliche Standards und Regeln/Rechtsprechung im global vernetzten WWW, …), aber die erste Generation wirklicher “digital Natives” muss vermutlich erst noch geboren werden.
Ich möchte in diesem Zusammenhang ganz offiziell den Begriff “Digital Pilgrim Father” einführen.
Der Einteilung in unterschiedliche Gruppen von Digital Natives stimme ich gerne zu, da diese definitiv auf seperate Podeste gestellt werden müssen. “Digital Native” heißt nicht gleich “Digital Native”. Auch in meinem Bekanntenkreis habe ich Einige, die zwar ein Handy bedienen können, aber denen die Telefon- und SMS-Funktionen vollkommen ausreichen. Und, man kann es kaum glauben, es gibt tatsächlich Menschen in meinem Alter (24), denen beim Begriff “iPhone” ein dickes Fragezeichen ins Gesicht geschrieben steht. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Ein wichtiger Punkt für die “next Generation” ist meiner Meinung nach hier der effektive Einsatz der Medienpädagogik. Kleinkinder sollten schon früh mit den unterschiedlichsten Medien in Kontakt treten, um frühstmöglich den sicheren Umgang damit zu erlernen. An dieser Stelle sind also die Eltern, aber auch die Erzieher gefragt. Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen sollten den Kindern der Zukunft zeitig nahe gebracht werden, um effektiv und sicher mit den Medien der Neuzeit umgehen zu können. Man kann zwar streiten, ob ein eigenes Smartphone mit 10 Jahren bereits nötig ist, aber solange das Kind den Umgang damit beherrscht und ihm die damit verbundenen Gefahren bewusst sind, sehe ich das nicht so streng.
Auch sollte dem Thema “Medien” früh in der Schule Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu meiner Zeit wurden diese Informationen erst in den weiterführenden Schulen weitergegeben. Heutzutage sollten diese bereits in der Grundschulzeit angesprochen werden.
Ich stimme Ganna und Christian zu, dass bei den Kindern heutzutage vor allem die Eltern eine Erziehungspflicht haben. Durch das Internet haben sich viele Dinge verändert und es ist wichtig für die Kinder z.B. zu wissen, dass es nicht “normal” ist, dass sie im Internet viele Dinge kostenlos bekommen, und dass sie im echten Leben nicht auch einfach klauen können.
Bezüglich des “Digital Native”- Themas finde ich vor Allem die Dominanz erwähnenswert, die das Internet heutzutage spielt. Vor ein paar Jahren noch war das Internet noch etwas, wo man sich einloggt und dann praktisch für kurze Zeit aus der richtigen Welt “draußen” und in einer Art zweiten Welt, der Internetwelt, war.
Heute ist es durch Smartphone, Tablet, Laptop und einer deutlich ausgebauten Infrastruktur so, dass es der Normalzustand ist im Internet “drin” zu sein, und wenn man mal kein Internet hat ist man “draußen”, quasi vom Weltgeschehen abgekoppelt.
Auffällig ist hierbei auch, dass man früher noch gezielt ins Internet ging um sich eine Zeit lang nur mit Surfen etc. zu beschäftigen und nichts anderes nebenher gemacht hat. Da man das Internet heute ständig mit sich dabei hat und praktisch dauer- Online ist, ist es mehr und mehr zu etwas geworden, was man so nebenher immer dabei hat. Egal ob Sportübertragung, Uni-Vorlesung oder selbst beim Treffen mit Freunden, überall hat man das Internet nebenher an und schaut ab und zu mal was es neues gibt.
Selbst für mich als “Digital Native” ist dieser Zustand erst seit 1-2 Jahren so, davor war ich es nicht gewöhnt, das Internet überall dabei zu haben. Für die zukünftige Generation wird das anders sein. Sie werden dies alles schon in jungen Jahren gewohnt sein und sich die Welt ohne dauerhaftes Internet und ständiges “up-to-date-sein”, wie selbst ich sie noch gekannt habe, wahrscheinlich nicht mehr vorstellen können.
Von daher denke ich, dass erst diese Generation die wahren “Digital Natives” sein werden, und würde die Generation von 1980 bis c.a. 2000 ebenfalls als eine Art “Digital Immigrant” bezeichnen, wenn auch vielleicht nur in abgeschwächterer Form.
Die Platzierung der Gruppen in Digital-Navites- System muss auf jeden Fall besser ausgereift werden.Eigentlich sind DN- Generation, die die damit aufgewachsen sind und wenn wir schauen wann überhaupt Internet, Mobilphone und MP3- Player uns erreicht haben dann ist die DN- Gruppe sogar eher 1990 – 2000er Jahrgang.
Die Auswertung soll nicht nach Jahrgang definiert werden sondern lieber nach Kategorien wie : erste Computernutzung, erster MP3- Player u.s.ä.. Auch Berufsrichtung, Bildungsstand und allgemeiner Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle. Ein Student / Schüler verbringt sicher mehr Zeit mit neue Technologien als Vollzeit-Angestellte + dreifache Mutter.
Ich bin in Jahr 1982 geboren und habe mich schon immer für Technik interessiert und mich auf dem Laufenden gehalten was Innovation betrifft, jedoch hat mein persönlicher Bildungsweg das auch von mir verlangt, sonst hätte ich es sicher weniger genutzt.
Das Benutzen der neue Technologie kann sowieso später und das jede Generation. Alter hat damit nichts zu tun.
Die Auswertung kann doch sicher über Soziale Netzwerke erfolgreich funktionieren also sollte man die digitale Kommunikationskanäle auch nutzen.
Zum Teil lassen sich Gruppen bilden, in die Gesellschaft in Digital Natives Gruppen eingeteilt werden können, es gibt aber auch einen Teil, denen keine Gruppe zugesprochen werden kann.
Die meisten können sich das Internet und die Wunder der digitalen Zeit nichtmehr wegdenken, ein anderer Teil kommt aber auch ganz ohne sie aus. Dies bedeutet, dass es je nach Interessen an einem selbst liegt, ob man zu einer Gruppe der Digital Natives gehört oder nicht.
Eine deutlichere Einteilung könnte dabei helfen auch die richtige Zielgruppe zu finden. Es ist auch ein Unterschied ob sich ein Digital Immigrant sich wie ein Digital Native fühlt und ein Digital Native C sich wie ein Digital Native A vorkommt. Es ist wohl so, dass die Interesse genau so ein wichtiger Faktor ist wie das Alter. Man sollte es deshalb auch nicht einfach nach der Zeit abgrenzen sondern auch die Interessen und die Technologie, die sich immer weiter entwickelt, berücksichtigen.
Die generelle Einteilung der Gesellschaft in Web 1.0, Web 2.0 oder in das zukünftige Web 3.0 ist eine sinnvolle Herangehensweise, um den Entwicklungsgrad der „digital Natives“ zu kategorisieren. Da sie Mediennutzungsverhalten der Rezipienten, sowie Neuerungen auf der technologischen Ebene berücksichtigen. Dies sind die grundlegenden Einflussfaktoren, welche sich auf die Eigenschaften eines „digital Natives“ auswirken. Jedoch kann man dieser Einteilung, wie auch in den obigen Kommentaren angesprochen, nicht stupide folgen. Denn auch die Medienkompetenz kann sich entweder entwicklungssteigernd oder entwicklungshemmend auf den User auswirken. So würde ich sagen, dass auch ein User, welcher sich durch Geburt einer jeweiligen Gruppe zuordnen lässt, sich durch sein Interesse und Umgang mit Medien in einer anderen Gruppe wieder finden kann.
Mir graust es ein wenig vor solch einer Einteilung. “Digital Native” hört sich nach einer Beschreibung für Wesen anderer Welten, Aliens oder ein Robotor könnt solch einen Namen tragen. Bildet sich hier grad eine neue Rasse von Mensch? Irgendwann nach tausenden Jahren wird wahrscheinlich nicht mehr die Rede von der biologischen Abstammung des Homo Sapiens sein, sondern wir fangen mit den digital Immigrants (die Steinzeitmenschen) und bewegen uns dann irgendwann in digital a , b , c …. Sparten und Spähren.
Prensky, der Einführer dieser Begriffe, beschreibt mit Digital Natives, Menschen, die von Kindheit aus gewohnt sind mehrere digitale Kanäle aufeinmal zu konsumieren.
Musik hören, gleichzeitig chatten, nebenher Nachrichten lesen, diese weiterzuleiten, vllt noch etwas shoppen und im besten Fall läuft auch noch der Fernseher im Hintergrund…uvm. d.h. in kürzerster Zeit viele Dinge gleichzeitig zu erledigen – Multitaskingfähig. Diese ständige Interaktion zwischen mehreren Medien führt zu anderen Denkmustern und zu einem fundamentalen Unterschied, Informationen zu verarbeiten.
Die Frage stellt sich, sind alle die diese Fähigkeiten nicht entwickeln konnten oder eben der “digital immigrants”-Kategorie angehören, nun in ihrern Denkstrukturen langsamer und unflexibler in ihrer Arbeitsweise? Weiß nicht wie es Ihnen dabei geht, aber für mich hat das einen Nachgeschmack und etwas minderwertiges.
Schwierig solche Abgrenzungen nach Jahreszahlen aufzustellen.
Ich kann der Aussage “Digital Natives sind nicht gleich Digital Natives” nur zustimmen. Allerdings kann man die Einteilung meiner Meinung nach nicht primär an den Altersgruppen festlegen.
Ob ein Kind heutzutage in Sachen Medienverständnis talentierter ist wie ein Kind vor 20 Jahren hängt doch auch stark von dem direkten Umfeld und der Erziehung ab.
Man darf diese Faktoren auf jeden Fall nicht außer Acht lassen. Ein Kind in Asien z.B., das in der Grundschule schon Programmiersprachen näher gebracht bekommt, lässt sich nämlich auch nicht mit einem Kind hier in Deutschland vergleichen, das sich noch mit dem 1×1 beschäftigt.
Dass Schulen die Medien immer mehr einfließen lassen hat natürlich Vor- und Nachteile, aber alles in allem unterstütze ich das. Denn wenn man schon mit den neuen Technologien aufwächst, dann sollte man auch lernen wie man damit effektiv und am sinnvollsten umgeht. Und wer sich finanziell den Technologiewandel nicht leisten kann, hat durch die Institution immernoch die Möglichkeit, ein Gefühl für die “neuen Medien” zu bekommen. Denn von Haus aus kann man meiner Meinung nach nicht von jedem Kind erwarten, dass es dort automatisch mit den Medien aufwächst. Ein digital Native wird in meinen Augen nicht geboren, sondern ein Mensch entwickelt sich je nach Umgebung zu einem, ob nun Digital Native A B oder C.
Wahrscheinlich wird sich dieses Prinzip von A B C noch weiter fortführen, denn es ist fast unmöglich, diesem Boom der Medien und Technologien zu umgehen. Egal wie alt man ist, man wird definitiv in irgendeiner Weise mitgerissen. Wie genau sich das in den nächsten Jahren gestalten wird kann man vermutlich überhaupt nicht vorhersehen. Nur, dass wir Digital Natives irgendwann zu denen gehören, die sich anhören müssen “Du hast doch keine Ahnung davon, lass mich das machen.”
Man stellt sich die Frage, wohin uns dieser “Wahn” letzten Endes führen soll. “Ich surfe also bin ich”?! Da war doch der Grundgedanke, dass uns die Technik das Leben erleichtern sollte. Uns helfen sollte uns zu bilden. Uns unterhalten sollte. Es geht voran, vergleichbar mit einem Teufelskreis. Für Jugendliche die mit dem Vorhandensein von Social Media aufwachsen, wird es wohl diese “Von Angesicht zu Angesicht-Gespräche” nicht mehr all zu oft geben. Jemanden in die Augen zu schauen, Zeit mit jemandem im realen Leben zu verbingen – Banalitäten sollte man meinen! Alltag sollte man meinen, dem ist leider nicht mehr so. Zunehmend ersetzen “Pinnwand-Einträge” ernsthafte Gespräche…
Ich kann die Frage keines Falls beantworten, allerdings sollte man sie stellen: Fluch oder Segen?
Die Behauptung, dass ein digital native in Sachen aktiver Internetgestaltung fortgeschrittener sei als ein digital immigrant, ist meiner Meinung nach nicht richtig. Ich kenne genug Leute, die laut Definition zu den digital immigrants gehören und sich aktiver im Web bewegen, als ein 20 Jähriger. Sollten wir nun die Menschen anhand der Mediennutzung und dem Alter einstufen? Vielmehr sollte man Mediennutzung und das Medienverständnis als Kriterium benutzen. Da haben wir die jungen Leute, die schon im Kindesalter anfangen zu verstehen was das Medium Internet ist und welche Vor- und Nachteile es bietet. Auf der anderen Seite haben wir die ältere Generation, die sich mit dem Internet zwecks Jobs befassen muss. Beides Experten was die Mediennutzung betrifft und laut Definition doch zwei unterschiedliche Mediennutzer. Meiner Meinung nach, sollte man den Begriff digital native als solchen nicht mehr verwenden und viel mehr eine Abstufung im Forum Stil like: Amateur – Pro benutzen.
Ich denke, man kann zwischen verschiedenen Digital Natives unterscheiden, wobei eine solche Einteilung an sich schwierig ist und nur bedingt von Jahreszahlen abhängig gemacht werden kann. Primär kommt dies nämlich auf andere Determinanten an. In welchem Umfeld lebt jemand, wie affin ist er mit Technik an sich, wie sind seine Interessengebiete etc.
Als Einteilung schiene mir sinnvoller, Gruppen zu bilden, die danach eingeteilt sind, welche Art und welcher Umfang von Nutzung digitaler Angebote ausgeführt / konsumiert wird.
Laut der o.g. Definition wäre ich auch ein Native (eher b), wobei ich mich selbst anders einordnen würde. Ich bin kein User eines Social Networks, noch nicht in Clouds aktiv und ziehe analoge Musik (Vinyl) der Music on Demand (z.B. Simfy) vor.
Zusammenfassend stimme ich dem Fazit des Artikels also zu, Digital Native ist nicht gleich Digital Native und eine Einteilung müsste so individuell sein wie die jeweilige Nutzung und nicht an so allgemeinen Punkten wie dem Geburtsjahr festgemacht werden.
Die Definition eines Digital Natives aufgrund seines Jahrgangs halte ich für überholt. Ich bin der Meinung, dass Menschen, die wirklich Interesse an etwas besitzen, es auch erlernen werden weil sie es wollen. Nur die Motivation spielt eine Rolle.
Eine sinnvolle Einteilung würde sich für mich durch die stärkere Einbeziehung von Medienkompetenz gestalten. Nur weil jemand ein Bild auf Facebook hochladen kann, ist er für mich noch kein Digital Native. Wichtiger finde ich das “Wissen wie” und vor allem das Verantwortungsbewusstsein im Internet. Wissen wie ich an Informationen komme und sie für mich persönlich nutzbar machen kann. Wissen wie ich mich produktiv in eine digitale Gemeinschaft einbringen kann und wodurch das Internet mir auch schaden kann. Hinzu kommt das Verantwortungsbewusstsein. Für mich sollte sich ein Digital Native im Klaren darüber sein, was er durch seine Aktionen im Netz bewirken kann. Positives wie auch Negatives. Positiv, zum Beispiel im Sinne einer Aufdeckung eines Skandals (Shitstorm). Negativ durch z.B. leichtfertige Kommentare auf Facebook. Das Internet vergisst nicht. Ein Digital Native weiß das und kann damit umgehen.
Hi Dimi
Was die Definition eines Digital Natives im Bezug auf den Jahrgang angeht würde ich dir teilweise wiedersprechen. Klar kommt es auf die Medienkompetenz sowie Mediennutzen an jedoch sind digital Natives diejenigen die mit der technik auswachsen. Bsp. meine Nichte im alter von 1,5 Jahre kann paar Worte sprechen aber schon ein Iphone entriegeln. Damit will ich sagen das Digital Natives den umgang mit Medien und Technik schon von Grund auf lernen (wie eine Sprache). Deshalt ist die Bezeichnung Digital Natives A,B,C meiner Meinung nach die richtige Formulierung, denn die Technik schreitet stetig voran und mit Zunehmendem alter wird das Erlernen gleichermaßen schwieriger.
Ich bin auch der Meinung, wie es in dem Artikel steht, dass sich die Menschen, die um 1980 geboren sind sich anders in der Mediennutzung verhalten als die Leute, die um 2000 herum geboren sind. So sollte wirklich eine Einteilung der Digital Natives in verschiedene Klassen erfolgen.
Digital Natives, die um 1980 geboren sind, konnten Handys nur für seine eigentliche klassische Funktion benutzen (Telefonieren, SMS schreiben) und im Internet konnte man nicht interaktiv kommunizieren, da das Web 2.0 erst um 2000 herum entwickelt wurde. Auch bekamen viele erst ein Handy, wenn sie alt genug waren (ca. 16 Jahre alt). Erst die Digital Natives, die um 2000 herum geboren sind, sind mit den Handy aufgewachsen und konnten im Internet interaktiv tätig werden, da das Web 2.0 eingeführt wurde. Spätere Generationen (4-6 Jährige) wachsen nun mit Smartphones auf, da die Medienkonvergenz ermöglicht hat, das Handy mit anderen Funktionen, wie Internet und und Apps, zusammenwachsen zu lassen. Heute spielen schon 4-6 Jährige mit den Handys und kennen sich sehr gut aus, manchmal sogar besser als ältere Digital Natives. Bei den heutigen Generationen gehören Medien zum Alltag, da sie damit aufwachsen und nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind.
Daher erkennt man, dass sich große Unterschiede bei den Digital Natives ergeben. Dies entsteht durch die rasante Entwicklung des Internets und der technologischen Möglichkeiten.
Zum einen lassen sich bestimmte Leute den Gruppen, wie auch schon im Artikel beschrieben zuordnen, jedoch können einige keinen dieser Gruppen zugeordnet werden. Während es für die einen kaum wegdenkbar ein Handy mit InternetFlat zu besitzen, damit sie jederzeit eine Verbindung zum Internetriesen haben, reicht für die anderen ein einmaliger Zugang zu Internet am Tag aus. Und diese unterschiedliche Einstellung ist nicht zwingend altersbedingt.
Zum anderen kann ein solche Gruppeneinteilung ganz nützlich wie die Elektronik- und Medienbranche sein: Sie haben so schon die Kunden- bzw. Zielgruppen, auf die sie sich konzentrieren möchten identifiziert. Ihnen ist es so möglich eine gezielte und effektive Marktstrategie zu entwickeln.
Was ist mit der Einteilung in Digital Adopters? Sie wurden in dem Artikel gar nicht erwähnt, obwohl sie auch einen wichtigen Bestand in der Kategorisierung darstellen.
Eine Möglichkeit weitere Einteilungen vorzunehmen, könnte sein nicht primär auf den jahreszeitlichen Aspekt einzugehen, sondern nach aktuellen sozial-psychologischen Kriterien der User. Hier könnte man aufteilen in “Digital Enthusiastics”, “Digital Sceptics” und “Digital Deniers”. Eine Möglickkeit in der sich der Nutzer dann selber, so wie er sich sieht, eingliedern könnte, je nach dem ob er den neuen Medien gegenüber offen und enthusiastisch ist, sie skeptisch betrachtet oder gar ganz ablehnt.
Grundsätzlich stört mich die Aussage, dass „Digital Natives“ sich keine Gedanken über die Sicherheitsrisiken in sozialen Netzwerken und im Internet allgemein machen.
Zudem stört mich ebenfalls die Einteilung der Kategorien nach Geburtsjahr, in erster Linie prägt meiner Meinung nach die Erziehung und das persönliche Umfeld die Art der Medien- und Techniknutzung. So erlebe ich es zunehmend in meinem Umfeld, dass gleichaltrige Personen doch eine deutlich zu Unterscheidende Einstellung zu diesen haben. Während mach einer schon zu einem Digital Native C gehören würde sind andere nahezu Technikverweigerer.
Deshalb empfinde ich eine Abstufung nach den Kriterien (Alter) für sehr fragwürdig. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine wesentlich heterogenere Gruppenkonstellation, welche unter anderem das Mediennutzungsverhalten des direkten Umfelds, die Erziehung sowie das Alter einbeziehen sollte.
Ich sehe dies ähnlich wie Mathias. Eine alleinige Unterscheidung zwischen Digital Natives und
Digital Immigrants anhand eines Geburtsjahres halte ich für wenig sinnvoll.
Auch ist meiner Meinung nach die Einstufung der Digital Natives in unterschiedliche Gruppen
(Digital Natives A, Digital Natives B und Digital Natives C) anhand der Begriffe Web 1.0, 2.0 und
Web 3.0 nur ein mögliches Abgrenzungskriterium. Grundsätzlich denke ich aber schon, dass der Umgang mit digitalen Medien im alltäglichen Gebrauch und die Technologieaffinität in der heterogenen Gruppe der Digital Natives wichtige Aspekte sind. Daher empfinde ich es für ratsam diese in Unterscheidungsüberlegung zu berücksichtigen.
Ich denke auch, dass es zwischen den Digital Natives um 1980 geboren wurden auch diverse Unterschiede an der Benutzung und der Wichtigkeit der Mediennutzung gibt. Wenn ich nur 5 m weiter schaue, allein nur in meiner WG, hat mein Mitbewohner der auch eigentlich ein Digital Native ist, nichts mit der Mediennutzung zu tun. Seine Internetnutzung ist eher sehr selten und ein Smartphone ist auch kein Thema für ihn. Nicht das es ein finanzieller Aspekt wäre, den ihn an so etwas hindert, sondern sein Desinteresse an der Nutzung. Ich im Gegenteil, bin voll integriert und kann mir ein Leben ohne die Nutzung von mobilem Internet und Social Media kaum mehr vorstellen. Das die Erziehung daran liegt, möchte ich auch bezweifeln.
Also sollte eher eine Unterteilung der Digital Natives liegen. Zwar hat jeder die Möglichkeit und ist in das Zeitalter hineingewachsen, doch jeder folgt seinem Interesse.
Ich kann Dimitri Evcenko nur Zustimmen, dass eine Einteilung der Digital Natives sich nicht nach seinem Jahrgang eingliedern lässt, sondern nach der Benutzung und wie wichtig einem die Nutzung ist.
Für mich macht sich jemand auch nur durch den Umgang der Medien zu einem Digital Native. Klar haben alle die in diesem Jahr 1980 die Mediennutzung mitgemacht oder bzw. beobachtet, doch für mich liegt der Unterschied darin, ob sich jemand damit beschäftigt. Jemand der ein Smartphone bedienen kann, ist nicht gleich in eine Kategorie zu werfen. Es gibt viele die dafür leben und sich ohne Medien nicht mehr „frei“ fühlen würden, und deshalb zwei verschiedene Gruppen bilden, in die der gleichen Digital Native Generation.
Wir befinden uns zurzeit in einer Zeit der stetigen Veränderung. Die rasante Entwicklung wird noch anhalten, jedoch in Zukunft irgendwann mal abflachen. Das wird vielleicht sein, wenn sich das Unterrichtsfach „Medienkompetenz“ in der dritten oder vierten Grundschulklasse neben Mathe, Deutsch und Englisch etabliert hat. In dieser Zeit wird man „Digital Native“ wahrscheinlich nur noch als einen historischen Begriff ansehen. Die Kids werden vielleicht über uns schmunzeln, wenn sie auf ihren „iPad X Retina“ lesen, was wir zu unserer Zeit für Anstrengungen gemacht haben, um den Begriff „Digital Native“ zu definieren, welcher doch zu ihrer Zeit selbstverständlich, wenn nicht sogar schon längst wieder veraltet ist…
Damit will ich nicht sagen, dass das eine gegenwärtige Definition überflüssig macht. Gerade jetzt brauchen wir klare Abgrenzungen. Beispielsweise für die Zielgruppenbestimmung bei Marketingkampagnen kann eine gute Definition bzw. Abgrenzung innerhalb des Begriffs „Digital Native“ oder „Non-Digitals“ klar von Vorteil sein.
Ich denke nicht, dass so eine Einteilung in unterschiedliche Stufen der “Digital Natives” sehr sinnvoll ist. Wer beispielsweise wie ich mit Web 1.0 aufgewachsen ist, hatte doch sicherlich keine Probleme auf 2.0 umzusteigen. Wobei das Wort Umstieg hier schon Fehl am Platz ist. Für mich hat es sich angefühlt wie ein schleichender Prozess. So wie vom Dreirad fahren zum Fahrrad fahren. Man ist doch dann froh schneller voranzukommen. Wer sich mit Web 1.0 angefreundet hat, war auch froh um jeden weiteren Fortschritt. Klar, einige bleiben immer auf der Strecke. Aber generell kann man sagen, wer einmal Blut geleckt hat, will mehr davon.
Es kommt doch auch sehr auf die Erziehung an oder darauf, ob die Eltern ihrem Kind überhaupt ein Smartphone/Computer kaufen können bzw. wollen.
Es gibt ein türkisches Sprichwort: Man ist in dem Alter, in welchem er sich fühlt. Anschließend gelangen wir auf diese Frage ob wir digital Native und Digital Immigrants wirklich (zeitgemäß) trennen können.
Um die Unterschiede zwischen Digital Native und Digital Immigrants zu untersuchen müssen verschiedene Aspekte betrachtet werden. Beispiel: eine 70 jährige Oma könnte ein Tablet Geschenk bekommen, am Anfang würde sie denken “was soll ich mit der Kiste machen?” aber mit der Zeit wird sie sich eventuell dafür interessieren und das Tablet vielleicht sogar für alltägliche Zwecke nutzen. Dabei spielen aber diese Kriterien sehr wichtige Rolle:
- Menschenumgebung,
- Kulturelle Aspekte,
- Einkommen,
- Kultur / Familienkultur,
- Bildung,
- und die Persönlichkeit
je nachdem wird sich ergeben, ob sich eine Person als Digital Native oder Digital Immigrant fühlt / fühlen soll.
zu der Gruppierung kann ich nur noch zustimmen. Man kann von der “älteren” Generation erwarten, dass sie mit den all-technologischen Entwicklungen gut umgehen, man kann aber doch nicht erwarten, dass ein Digital Immigrant die gleichen Kenntnisse oder Umgang mit dieser Technologien hat wie ein Digital Native, des sich vom Geburt her mit den ganzen Technologien “befreundet” bzw. befreunden muss, weil sich das 1. die Gesellschaft verlangt 2. das sich von alleine ergibt. Auch hier spielen die o.g. Aspekte eine Rolle. Ein Digital Native könnte sich auch nicht mit den Technologischen Entwicklungen beschäftigen (obwohl das ein Muss ist)damit fühlt er sich auch nicht wie Digital Native.
Ich kann mich auch als eine zwischen Generation beschreiben. Wobei ich mir sicher bin, dass in nächsten 5-10 Jahren die Gruppe C sich auch ähnlich fühlen würde
)
Viel wichtiger als das Geburtsjahr erscheint mir die Bereitschaft, neue Technologien anzunehmen und in seinen täglich gelebtes Verhalten zu integrieren. Dies hängt eher vom technischen Verständnis und von der Fähigkeit zu erkennen, worin der Nutzen einer neuen Entwicklung liegt, denn nur so können diese nicht nur konsumiert, sondern aktiv weiterentwickelt werden.
Somit stimme ich mit dem Autor überein, dass die ursprüngliche Definition der “Digital Natives” nicht mehr zeitgemäß ist, ob die vom Autor vorgeschlagene Aufsplittung nach den verschiedenen Web-Modellen besser ist wage ich zu bezweifeln. So wird ein langjähriger Entwickler von digitalen Angeboten sicher genauso selbstverständlich mit aktuellen Technologien umgehen, wie jemand, der nur mit passiv damit aufgewachsen ist.
Haha, dein türkisches Sprichwort hat mich definitiv zum Schmunzeln gebracht
aber im Endeffekt völlig korrekt, unabhängig vom Alter kann sich jeder noch mit dem technischen Fortschritt auseinander setzen und am Ball bleiben.
Dennoch möchte ich dazu anmerken, dass, unabhängig vom Interesse und von der Anpassungsbereitschaft, auch die Affinität zu der neuen Technologie (wie schnell lernt man lernt mit der neuen Technologie umzugehen/ wie schnell man neue Technologie in den Alltag integrieren kann) eine entscheidende Rolle spielt.
Digital Natives der Gruppe C besitzen demnach die höchste Affinität zu neuen Technologien, da können selbst wir und geschweige die ‘digital Immigrants’ mithalten. Technischer Fortschritt entwickelt sich extrem rasant, bis ein ‘digital Immigrant’ also gelernt hat wie er sich einen Account bei Facebook einrichtet, hat der digital Native C schon 50 Freunde, 10Posts geliket und 4 Bilder hochgeladen und seine Freunde darauf markiert.
In der Tat, ist die alte Definition von Digital Natives und Immigrants überholt. Jedoch ist es zu einfach diese Begriffe an Technologien fest zu machen. Meiner Meinung nach sollte der Digital Native Begriff unterteilt werden in 2 Gruppen. Die wirklichen Digital Natives, die Content erstellen und im Netz wirklich leben. Diese nutzen alle Medien, produzieren Content und sind dadurch auch Meinungsführer. Den mal ehrlich. Ein Digital Native weiß wie man Youtube Videos hochlädt und twittert, doch tut das auch jeder? Eben diese Gruppe sind “passive” Digital Natives.
Um auf den Vorschlag nochmal einzugehen die Begriffe an Technologien zu koppeln. Digital Native sollte als “Definition” beibehalten werden, da dieser die Medienwelt kennt und auch weiß wie zu handeln ist. Dabei ist es egal ob Web 2.0 oder Web 3.0, da dieser bereits dieses Mediennutzungsverhalten praktiziert und die Systematik erkennt. Dazu gehört eben auch die schnelle Anpassung an neue Medien.
Eine Einteilung in Gruppen die über Jahreszahlen strikt voneinander getrennt werden befinde ich auch nicht für die richtige Lösung. Es gibt Menschen aus unterschiedlichen Jahrzehnten die sich ebenso unterschiedlich mit der Nutzung von technologischen Neuerungen auseinandersetzen. Der eine liebt es stets up to date zu sein und der andere fühlt sich mit konservativen Techniken vertraut und ist damit zufrieden. Dabei spielt die Jahreszahl in der derjenige geboren ist eine untergeordnete Rolle.
Wie der Autor im Artikel bereits erwähnt hat fühlen sich viele, die eigentlich als Digital Immigrant eingestuft werden würden, als Digital Native und das noch des “aktuellsten Grades”. Menschen die mit dem Fortschritt gehen werden stets zu den aktuellsten “Digital Natives” gehören, weil sie sich schnell Wissen durch Fachaffinität aneignen, das zwar im Gegensatz zu den “born in a Digital Native Century”-Menschen nicht selbstverständlich ist, aber sie sich auf einem ähnlichen oder sogar gleichen Wissensstand wie Selbige befinden. Lediglich die Wahrnehmung auf neue Technologien verhält sich unterschiedlich, was zum Beispiel Auswirkungen auf die Mediennutzung hat bzw. haben wird.
Die Unterteilung in unterschiedliche „Digital Natives“ Gruppen macht auf jeden Fall sinn. Es währe doch nur zu einfach, von einem Monogamen Bild der „Digital Natives“ ausgehen zu können.
Ebenso zweifelhaft ist es, dass es Bei der dritten art der Digital Natives und ihrer touch-Gewohnheiten stehen bleibt. Ich halte es für durchaus sinnvoll dass die touch-Oberfläche nicht der letzte Schritt in der Digitalen Gesellschaft ist. Die momentane Entwicklung in Richtung der Sprachsteuerung könnte der Nächste Schritt sein. Das kommunizieren mit einem Gerät ist auch für die heutigen „Digital Natives“ noch sehr gewöhnungsbedürftig. Für Kinder der kommenden Generation könnte dieser mediale Umgang möglicherweise zur Normalität werden.
Würde man hier von den „Digital Natives D“ sprächen?